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Lebensmittel: Wie die Blockchain die Lieferkette transparent machen soll

Gammelfleisch, Gifteier, Glykolwein – kaum ein Jahr vergeht ohne handfesten Skandal. Blockchains ­sollen sie künftig verhindern.

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(Bild: Shutterstock / TR)

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Sie wollten sich gesund ernähren und erkrankten. Fast 4.000 Menschen, die sich im Sommer 2011 einen Salat zubereitet hatten, infizierten sich mit dem Darmkeim EHEC, 53 starben sogar. Gut zwei Monate grassierte die Gefahr, bevor klar war, dass bakteriell belastete Bockshornklee-Sprossen aus Ägypten zu einem Händler ins niedersächsische Bienenbüttel gelangt waren und von dort direkt auf den Teller.

Weltweit sterben laut Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich mehr als 400.000 Menschen durch verunreinigte oder verdorbene Lebensmittel. Undurchsichtige Lieferketten in einer globalen Nahrungsmittelproduktion verschärfen das Problem. Künftig sollen Blockchains mehr Transparenz schaffen und den Handel zudem auch noch fairer und nachhaltiger machen. So jedenfalls die Versprechungen von IT-Konzernen, Start-ups und Lebensmittelindustrie.

Glaubt man den Analysten des Beratungsunternehmens Gartner, werden 20 Prozent der zehn weltweit umsatzstärksten Lebensmittelhändler bis 2025 Blockchain-Technologien nutzen. IBM hat mit "IBM Food Trust" vor gut zwei Jahren gemeinsam mit Walmart eine Blockchain-Lösung entwickelt, die dazu beiträgt, Chargen mit verdorbener Ware schneller auffindbar zu machen, erklärt Christian Schultze-Wolters, Geschäftsbereichsleiter Blockchain Solutions bei IBM. Mittlerweile gehören der offenen Plattform Unternehmen wie Carrefour, Dole, Golden State Foods, Kroger, McLane Company, Nestlé, Tyson Foods und Unilever an.

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