Li Auto, das zweite chinesische E-Auto-Startup an der US-Börse

Das Interesse an der Finanzierung von E-Car-Startups ist mit Teslas Erfolg stark gewachsen: Der Börsengang in den USA brachte Li Auto eine Milliarde Dollar ein.

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Erst kürzlich rollte der 10.000ste Li One vom Band.

(Bild: Li Auto)

Von
  • Florian Pillau

Li Auto ist seit gestern das jüngste Startup für Elektrofahrzeuge an der Nasdaq. Das fünf Jahre alte chinesische Unternehmen hat im Rahmen seines Börsengangs 1,1 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Nach dem E-Auto-Hersteller Nio im Jahr 2018 ist es das zweite chinesische Elektrofahrzeug-Startup, das in den USA an die Börse geht.

Nachdem Tesla ausweislich des Börsenwerts kürzlich zum wertvollsten Autohersteller der Welt wurde, hat sich das Interesse an der Finanzierung von E-Auto-Startups stark vergrößert. Rivian, Nikola, Fisker, Karma und sogar Anbieter wie Velodyne bekamen auf diese Weise in den letzten Monaten frisches Geld. Der Trend dürfte auch Li Auto genutzt haben.

Li Auto baut eher schlichte serielle Plug-In-Hybridfahrzeuge. Sie habenElektromotoren an Vorder- und Hinterachse mit zusammen 240 kW, eine 40,5-kWh-Traktionsbatterie und einen 1,2-Liter-Ottomotor mit einem 100-kW-Generator, aber ohne Verbindung zum Radantrieb. Der Range Extender soll ausschließlich die Batterie laden und die E-Maschinen direkt antreiben können. Der Batteriestrom soll für rund 180 Kilometer reichen, mit dem Verbrennungsmotor und dem 45-Liter-Benzintank soll sich eine Gesamtreichweite von ungefähr 800 Kilometern ergeben.

Mit dieser Konfiguration soll laut Li „Chinas unzureichender Schnellladeinfrastruktur“ Rechnung getragen werden, gleichzeitig soll der Range Extender die hohen Batteriekosten drücken.

Das gut ausgestattete mittelgroße SUV hat mehrere Touchscreens und moderne Fahrerassistenz. Die Preise sollen in den USA zwischen 21.000 und 70.000 US-Dollar betragen. Eine Premium-Version soll voraussichtlich 2022 folgen.

Das Unternehmen nahm Ende 2019 die Produktion auf und hat bis heute etwas mehr als 10.000 ausgeliefert. In China sind die Autos zurzeit großzügig subventioniert. Änderungen in der Subventionspolitik könnten sich auf zukünftige Verkäufe auswirken.

(fpi)