MIDI 2.0: Wie der neue MIDI-Standard neue Instrumente und Klänge realisiert

Nach knapp 40 Jahren wird der MIDI-Standard erstmals grundlegend überholt. Neuerungen von MIDI 2.0 könnten die Entwicklung elektronischer Instrumente beflügeln.

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(Bild: Justus Noll)

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MIDI 1.0, 1983 veröffentlicht, ist eine der ältesten noch immer genutzten Normen in der IT-Welt. Die Abkürzung steht für Musical Instrument Digital Interface und regelt, wie elektronische Musikinstrumente, Soft- und Hardware Informationen zur Klangsteuerung übermitteln. Noch heute spielen fast 40 Jahre alte Synthesizer per MIDI mit modernen Musikprogrammen und Klangerzeugern zusammen.

Über die Jahrzehnte wurde die ursprüngliche Spezifikation zwar immer wieder erweitert, etwa 1987 mit einem Time Code zur Synchronisierung von Videos und 1991 mit einer standardisierten Instrumenten-Zuordnung per General MIDI – der Kern des Datenformats blieb aber erhalten. Bisherige Ergänzungen änderten weder die Übertragungsgeschwindigkeit noch die Anzahl der Kanäle.

MIDI 2.0 ändert nun erstmals das Datenformat, bohrt die Anzahl der Kanäle auf, erhöht die Auflösung der Controller und verbessert das Timing. Die MIDI Manufacturers Association (MMA) und ihr japanischer Ableger Association of Music Electronics Industry (AMEI) haben Mitte Februar die ersten Teile der neuen Spezifikation veröffentlicht, die einen Ausblick auf künftige MPE- und andere MIDI-Controller erlauben.

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