Malzeit

Fotos mit dem Handy oder Tablet sind schnell gemacht, aber nicht immer gut gelungen. Mit der richtigen App kann man Unschönheiten schnell ausbügeln und noch einiges mehr.

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  • Diane Sieger
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Heutzutage verfügen alle mobilen Geräte, seien es Mobiltelefone oder Tablets, über exzellente Kameras, mit denen oftmals erstaunlich gute Fotos gelingen. Doch nicht immer ist man mit dem Ergebnis sofort zufrieden, manchmal möchte man das Bild noch ein wenig nachbearbeiten. iOS und Android bieten diverse Möglichkeiten, diese Bilder anzusehen und gegebenenfalls zu manipulieren.

Mit mobilen Geräten aufgenommene Fotos sind oft spontane Schnappschüsse, die der Nutzer gern unverzüglich mit Freunden in sozialen Netzen teilen möchte. Instagram hat diese Marktlücke für sich entdeckt und wird als soziales Netzwerk immer populärer. Die kostenlose Foto-Sharing-App für iOS- und Android-Geräte erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit.

Nicht jeder mag jedoch die Instagram-Bilder in seinem Netzwerk auf dem relativ kleinen Display des Mobiltelefons anschauen. Für iOS-Nutzer gibt es dafür eine Lösung: InstaPad erlaubt das Browsen durch eigene Fotos, den Feed der Freunde und auch die Bilder anderer Nutzer. Eine angenehme Art, sich durch Instagram-Fotos zu klicken. Erhältlich in einer kostenlosen und einer Pro-Version zum Preis von 2,39 €. Der Hauptvorteil der kostenpflichtigen Version liegt in der optimierten Darstellung für das Retina-Display.

Wer von den hübschen Instagram-Bildern nicht genug bekommen kann, hat nun auch die Möglichkeit mit ihnen zu spielen. InstaMatch ist ein Memory-Game, bei dem sowohl Bilder aus dem eigenen Instagram-Album als auch zufällig generierte Spielbretter mit Fotos anderer Nutzer als Paare zusammengeführt werden müssen. Ein kurzweiliger Spaß mit immer wechselnden Fotografien.

Instagram ist drauf ausgerichtet, jederzeit Schnappschüsse schnell mit einem Filtereffekt zu versehen und mit Freunden und Bekannten im Netzwerk zu teilen. Mancher Nutzer hat sich jedoch sicherlich schon einmal gewünscht, ein besonders gelungenes Foto auch im Original behalten zu können und zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Filter zu versehen. In diesem Fall bietet sich Luminance an. Zum Preis von 79 Cents lassen sich Fotos, die die eingebaute Kamera von iPhone oder iPad aufgenommen hat oder die sich in der Fotobibliothek befinden, einfach mit Filtereffekten versehen und auf das beliebte quadratische Format zurecht schneiden. Zusätzlich stehen weitere Funktionen zur Verfügung, beispielsweise Farbsättigungs- und Kontrastmanipulation. Das Resultat lässt sich zwar nicht in den Instagram-Feed einspeisen, es kann jedoch einfach per Klick via Facebook, Twitter oder E-Mail mit Freunden geteilt oder im Mobilgerät gespeichert werden.

Ähnliche Features wie Luminance bietet PhotoToaster. Zum Preis von 1,59 € gibt es eine Menge an Funktionen, die aus jedem Foto das Beste herauszaubern können. Sei es die simple Aufwertung der Fotoqualität durch Schärfenverbesserung oder Beleuchtungseinstellungen oder das kreative Spiel mit Filtern und Rahmen – PhotoToaster ist definitiv eine der gelungeneren Anwendungen auf dem Markt. Auch die Speicher- und Teilmöglichkeiten sind umfangreich: speichern in der Fotobibliothek, versenden via E-Mail oder SMS oder ein Upload zu Facebook und Twitter stehen zur Verfügung. Selbst der Upload zu Instagram ist möglich, dafür muss man jedoch in Instagram auf dem Gerät, auf dem man PhotoToaster nutzt, eingeloggt sein.

Sollten die Retro-Look-Bilder in Instagram an Kreativität nicht ausreichen, so eignen sich eventuell sogenannte Sketch-Apps. Für Android-Telefone und -Tablets gibt es beispielsweise Sketch Me. Die Anwendung konvertiert konventionelle Fotos in Bleistiftzeichnungen, Wachsmalstiftbilder oder Ölgemälde. Das entsprechende Produkt für iOS-Nutzer heißt ebenfalls Sketch Me, stammt jedoch von einem anderen Entwicklerteam. Auch in dieser Anwendung kann man Fotos in Bleistiftzeichnungen verwandeln. Zusätzlich stehen Effekte wie Farbpinsel und verschiedene Texturen zur Verfügung. Wachsmaler und Ölgemälde sucht man jedoch zum Preis von 0,79 € vergeblich. Die App ist für iPhone und iPod touch optimiert, was sich negativ auf die Nutzung auf dem iPad auswirkt.

Dazu, Bildern vor der Verbreitung über soziale Netze den besonderen Schliff zu verpassen, eignen sich oftmals Labels. Photo2text HD ermöglicht es, Fotos und Illustrationen mit Etiketten, Sprechblasen und Stempeln zu versehen um Nachrichten zu transportieren. Photo2text HD ist erhältlich zum Preis von 0,79 € oder in der kostenlosen non-HD-Version mit limitierter Labelauswahl. Die Android-Alternative heißt Labelbox und verfügt im Wesentlichen über die gleichen Features wie Photo2text HD.

Wer sich nicht nur privat, sondern auch professionell mit kreativer Gestaltung beschäftigt, sollte einen Blick auf Adobes Touch Apps werfen. Eine Übersicht über die verschiedenen Tablet-Anwendungen, mit denen Teile des kreativen Studioprozesses vom Schreibtisch an jeden beliebigen Ort transferiert werden können, gibt es auf Adobes Website. Zur Foto-/Bildbearbeitung stellt die Firma gleich zwei Anwendungen zur Verfügung. Da ist zum einen das kostenlose Photoshop Express. Mit dieser mobilen Version lassen sich Bildeigenschaften wie Farben, Kontrast oder Belichtung manipulieren. Eine umfangreiche Sammlung von Filtern, Effekten und Rahmen stehen als In-App-Kauf zur Verfügung, sowohl für das iPad als auch für Android-Geräte.

Während die Eigenschaften von Photoshop Express für den Hobbyfotografen durchaus ausreichen dürften, wird der Berufsfotograf manche Funktionen der Desktop-Version vermissen, wenn er unterwegs auf dem Tablet arbeitet. Für diesen Fall bietet Adobe Photoshop Touch an. Zum Preis von 7,99 € ist diese Anwendung im iTunes Shop und bei Google Play erhältlich. Der wesentliche Unterschied zur Express-Variante besteht darin, dass Photoshop Touch auch Ebenen zur Verfügung stellt und man die Bilder als .psd-Dateien zur Weiterverarbeitung in der Desktop-Version ab CS5 verwenden kann. Wer sich mit Photoshop auskennt, wird die Benutzeroberfläche als leicht bedienbar empfinden.

Ein ebenfalls nützliches Werkzeug für Fotografen ist Image Straightener für 79 Cents. Wie der Name schon sagt, erlaubt die Anwendung das Umpositionieren von Fotos, um schief geratene Bilder an einem Raster auszurichten und in der neuen Position zu speichern. Nützlich für Fotos, bei deren Aufnahme der Fotograf die Kamera nicht ganz gerade gehalten hat.

Doch wer sagt denn, dass man Fotos nur in sozialen Netz und im professionellen Umfeld nutzen kann? Auch zum spielerischen Zeitvertreib eignet sich so mancher gelungene Schnappschuss. Wer sich nicht davor fürchtet, mit wildfremden Menschen rund um den Globus Fotografien auszutauschen, dem sei PhotoSwap für iOS empfohlen. Einfach aus der Anwendung heraus ein Foto schießen und per Klick wird dieses Bild an eine andere Person gesendet, die gerade auch PhotoSwap benutzt. Viele Menschen geben sich große Mühe, Aufnahmen von interessanten Gegenständen, Landschaften oder Gebäuden zu versenden. Und diejenigen, die das Spiel nutzen um nicht so schöne Dinge zu fotografieren, können einfach per Knopfdruck als unangebracht gemeldet werden. Die Android-Version dieser leichten Unterhaltung heißt PhotoSwapper. Sie gibt es entweder als kostenlose Anwendung mit Werbeeinblendungen oder zum Preis von 1,49 € ohne Werbung.

Noch mehr Spaß bereitet für 2,39 € Juxtaposer. Die App ermöglicht das Zusammenfügen verschiedener Bilder. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, der Schwiegermutter einen Drachenkopf aufzusetzen? Mit Juxtaposer geht das ganz einfach: Foto von der Schwiegermutter laden, Drachenfoto darüber legen und ungewollte Elemente des Drachenbildes einfach ausradieren, bis nur die Schwiegermutter mit dem Drachenkopf sichtbar ist. Für die Feinarbeit stehen weitere Funktionen wie Zoom und Maskenansicht zur Verfügung. Juxtaposer wurde für das iPhone designed; die App läuft reibungslos im 2x-Mode auf dem iPad, jedoch ist leicht zu erkennen dass die Anwendung für ein kleineres Display optimiert wurde. (ka)