Mehr als nur „letzte Meile”: Opels Transporter Vivaro-e mit Elektroantrieb

Opel kündigt seinen Transporter Vivaro als E-Auto an. Er bietet 330 Kilometer Normreichweite, kaum eingeschränkte Zuladung und eine Anhängelast von einer Tonne.

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Seinen batterieelektrischen Vivaro bietet Opel ab Sommer an.

(Bild: Opel)

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Mit praxistauglicher Reichweite, nahezu unverminderter Zuladung und einer Anhängelast von einer Tonne könnte der Opel Vivaro-e den einen oder anderen Vorbehalt gegenüber E-Transportern entkräften. Er hebt sich jedenfalls deutlich vom VW Abt e-Transporter auf Basis des konventionell motorisierten T6 ab. Wobei Volkswagen den Elektro-T6 aber auch ausdrücklich nur als Zwischenlösung bis zum Erscheinen des VW ID. Buzz positioniert hat.

Opels Transporter mit Batterieantrieb (10 Bilder)

Das Gemeinschaftsmodell aus dem PSA-Konzern ist von Opel als Vivaro erhältlich. Nun auch mit Batterieantrieb.
(Bild: Opel)

Der Vivaro mit Batterieantrieb soll ab Sommer 2020 bestellbar sein und später im Jahr ausgeliefert werden. Angetrieben wird der Vivaro-e von einem Elektromotor mit 100 kW und einem maximalen Drehmoment von 260 Nm aus dem Stand. Seine Akkus mit 50 oder 75 kWh Kapazität bieten entweder 230 oder 330 Kilometer Reichweite nach WLTP. Die Höchstgeschwindigkeit liegt für beide Modelle bei 130 km/h.

Serienmäßig ist die Lademöglichkeit mit einem 7,4 kW-Anschluss für Steckdosen. Jede Ausführung lässt sich gegen Zuzahlung zudem so konfigurieren, dass an einer Schnellladesäule bis zu 100 kW Gleichstrom geladen werden können. Damit soll sich beispielsweise die 50 kWh-Batterie in 30 Minuten zu 80 Prozent wieder aufladen lassen, der 75 kWh-Akku in 45 Minuten. Eine weitere Option ist ein 11 kW-On-Board-Charger für dreiphasigen Wechselstrom. Für die Batterie gibt Opel eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometer Laufleistung.

Trotz der bekanntermaßen schweren Batterien (genaue Daten sind noch nicht erhältlich) wird die Nutzlast des Vivaro im Vergleich zu den konventionell motorisierten Varianten kaum eingeschränkt. Liegt die Nutzlast mit dem 2,0-Liter-Dieselmotor bei 1405 Kilogramm, kann der Vivaro-e bis zu 1275 Kilogramm transportieren.

Auch das Volumen soll nicht eingeschränkt sein, denn wegen der von Anfang an geplanten batterieelektrischen Version konnten die Batterien unter dem Laderaum eingebaut werden. Die Auswahl an Aufbauten ist ähnlich groß wie bei den fossil angetriebenen Modellen. Der Vivaro-e wird von Anfang an mit drei Radständen als Kombi, Kastenwagen und Fahrgestell für individuelle Aufbauten angeboten. Die Volumina reichen von 4,6 Kubikmeter über 5,8 bis hinauf zu 6,6 Kubikmetern.

Der Opel Vivaro ist ein Transporter aus dem PSA-Universum und heißt bei Citroën "Jumpy", von Peugeot ist er als "Expert" (Test) erhältlich. Alle drei sollen als E-Transporter im französischen PSA-Werk Hordain gefertigt werden.

(fpi)