Mindsets und Methoden für eine praxisnahe digitale Ethik

Digitalschaffende stehen zunehmend in ethischer Verantwortung. Diverse Mindsets und Methoden helfen Unternehmen, Geschäftsmodelle diesbezüglich zu bewerten.

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(Bild: Adobe Stock; Montage iX; Lisa Hemmerling)

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Digitale Ethik ist in aller Munde. Das Marktforschungs- und Unternehmensberatungsunternehmen Gartner postuliert: "Verantwortung übernehmen ist Pflicht", da die Verbraucher heute immer besser informiert, engagierter und zunehmend bewusster für ethische Fragen sind. Andere Beratungsunternehmen äußern sich ähnlich. Zukunftsforscher sagen sogar einen ethischen Kapitalismus voraus und spitzen zu, dass sich künftig nur noch auf diese Weise Geld verdienen lassen wird.

Die Frage lautet, ob das nur ein Hypethema ist oder das Zeichen eines gesellschaftlichen Perspektivenwechsels. Es steht zu vermuten, dass das Thema der ethischen Verantwortung gerade Digitalschaffende nicht so schnell loslassen wird. Schließlich gehören Softwareexperten zu einer Schlüsselbranche, die gesellschaftliche und menschliche Kontexte zum Guten oder Schlechten beeinflussen kann.

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Um sich typische moralische Dilemmata vor Augen zu führen, hilft ein Gedankenexperiment aus dem Bereich Digital Health. Mit circa 328 Milliarden Euro pro Jahr und 5,2 Millionen Beschäftigten ist das Gesundheitswesen einer der größten Wirtschaftsfaktoren Deutschlands. Im Silicon Valley gibt es Gründungen wie Helix oder 23andMe, die in der jungen Sparte der "Personal Genomics" zu Hause sind. Über 500 Millionen Dollar Risikokapital, unter anderem von der Google-Mutter Alphabet, flossen allein 2019 in 23andMe. Daten bedeuten Macht und Geschäft.

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