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Mit Open Source groß im Geschäft

Einmal Utopia und zurück

(Bild: Shutterstock)

Fast das gesamte Internet läuft auf offener Software. Trotzdem haben einige wenige Konzerne so viel Macht wie nie. Wie passt das zusammen?

Stellen Sie sich vor, Sie klicken einen Link an. Mit großer Wahrscheinlichkeit beruht Ihr Browser auf Open Source – ebenso wie Ihre WLAN-Basisstation, Ihr Android-Handy und Ihre Set-Top-Box fürs Fernsehen. Die Daten wandern dann weiter über Server und Router, auf denen ebenfalls überwiegend quelloffene Programme wie Apache laufen. Auch die Webseite, die Sie aufrufen, ist wahrscheinlich mit freier Software wie Typo3 oder WordPress erstellt worden. Und die benutzten Datenbanken und Cloud-Speicher sowieso.

Ohne großes Aufsehen hat sich in den letzten Jahren also eine veritable Vision realisiert: Freie Software für freie Bürger, kostenlos, ohne Hintertüren, an alle Bedürfnisse anzupassen. Sie hat – so viel darf ohne Übertreibung festgehalten werden – zu einer Demokratisierung des Webs geführt. Ohne quelloffene Software sähe das Internet heute jedenfalls deutlich anders aus.

"95 Prozent aller Software ist Open Source. Wir haben gewonnen – wir haben Utopia erreicht!", sagte Neil McGovern, Geschäftsführer der Gnome Foundation, im Januar auf der Fosdem-Konferenz in Brüssel – um dann nachzusetzen: "Aber warum fühlt es sich nicht so an?"


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