Mobilfunktechnik: Was das Ende von UMTS in Deutschland bedeutet

Nach 20 Jahren hat UMTS (3G) in Deutschland ausgedient. Die Basisstationen werden deaktiviert, die freiwerdenden Frequenzen für 4G und 5G wiederverwendet.

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(Bild: Thorsten Hübner)

Von
  • Urs Mansmann
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Das UMTS-Zeitalter in Deutschland startete im Jahr 2000 mit einem Paukenschlag: Fast 100 Milliarden D-Mark (rund 50,8 Milliarden Euro) spülte die Auktion der 2100-MHz-Frequenzen dem Finanzminister als außerplanmäßige Einnahme in die Kasse.

Diese finanzielle Bürde sollte das UMTS-Netz sein ganzes Leben lang belasten. Wegen der immens teuren Lizenzen fehlte den Netzbetreibern im Anschluss das Geld für den Ausbau der Mobilfunktechnik, das UMTS-Netz blieb zeitlebens lückenhaft. Die überhöhten Lizenzgebühren zahlen die Kunden mit den im internationalen Vergleich teuren Mobilfunktarifen noch heute ab.

Verglichen mit den aktuellen Kenndaten war das UMTS-Netz zu Beginn noch richtig lahm. Damals galten mobile 384 kBit/s aber als schnell, selbst die damals gerade gestarteten DSL-Anschlüsse schafften nur 768 kBit/s. Vergleichsmaßstab war das 2G-Netz mit 56 kBit/s, ab 2006 mit EDGE und 200 kBit/s. Das Smartphone-Zeitalter startete behäbig: Das erste iPhone konnte noch nicht einmal 3G – die Telekom baute dafür ihr 2G-Netz flächendeckend von GPRS auf EDGE aus.

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