Modellpflege für den Audi Q5

Der Audi Q5 kommuniziert nach seiner Modellpflege unter anderem mit Ampeln und empfiehlt dem Fahrer die passende Geschwindigkeit für die grüne Welle.

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Mit besserer C2X-Vernetzung ausgestattet kommt der überarbeitete Audi Q5 im Herbst heraus.

(Bild: Audi)

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Der Q5 setzt künftig auf Schwarmintelligenz, kommuniziert mit Ampeln und anderen Fahrzeugen. Damit bekommt der Fahrer auch eine Geschwindigkeitsempfehlung, um auf der „grünen Welle“ durch die Stadt zu schwimmen. Dazu nutzt das Audi System die Ampelsteuerung der jeweiligen Stadt. Um diese Car2X-Kommunikation zu gewährleisten, müssen Autos und Städte mit diesen Funktionalitäten ausgerüstet sein – bislang klappt das nur in Ingolstadt und Düsseldorf.

Die Navigation soll umgangssprachliche Eingaben besser umsetzen und Toiletten entlang der Route finden, zudem sollen gesperrte Fahrspuren angezeigt Google Alexa befragt werden können. Wer will, kann jetzt Funktionen per „My Audi App“ nachträglich ordern, die bei der Bestellung nicht angekreuzt waren. Das hat man offenbar von Tesla gelernt.

Modellpflege Audi Q5 (15 Bilder)

Der Audi Q5 kommt Ende des Jahres auf den Markt. (Bild: Audi (alle))

Der wie gewohnt mächtige Grill ist etwas niedriger und soll damit die Breite des Fahrzeugs unterstreichen. An der Flanke soll ein neuer Schwelleransatz dem Auto mehr optische Leichtigkeit geben. Ein paar neue Farben gibt es – darunter das Grün der Fahrzeuge in der Bilderstrecke.

Mit seiner Modellpflege bekommt der Audi Q5 nun Rückleuchten mit OLED-Technik. Das sind organische Dioden, die Licht ausstrahlen. Bei dieser Ausstattung können die Kunden aus drei Rücklichtsignaturen wählen. Nähert sich ein Verkehrsteilnehmer dem SUV von hinten auf unter zwei Meter, leuchten alle Elemente der Rückleuchten. Das optische Unterscheidungsmerkmal soll zwischen 900 und 1300 Euro kosten. LED-Scheinwerfer sind serienmäßig und gegen Aufzahlung mit dem bekannt gut funktionierenden Matrix-Licht mit Ausblendung anderer Verkehrsteilnehmer ausgestattet.

Die Plug-in-Hybrid-Motorisierung wird weiterhin in zwei Leistungsvarianten mit 220 kW / 299 PS sowie 270 kW / 367 PS Systemleistung angeboten. Die nominelle Reichweite steigt von rund 40 auf 50 Kilometer, vor allem wohl als Resultat von Effizienzverbesserungen, weniger von einer wesentlich vergrößerten Batteriekapazität.

Zum Erscheinungsdatum ab Herbst / Winter ist der Audi Q5 mit dem Dieselmotor 2.0 TDI mit 150 kW / 204 PS samt Mild-Hybrid-System (MHEV) erhältlich. Später sollen zwei weitere Diesel-Varianten mit 100 kW / 136 PS und 120 kW / 163 PS folgen, ein 3-Liter-V6-TDI das Angebot an Selbstzündern abrunden. Wir gehen wie bisher von mindestens 170 kW / 231 PS aus und erwarten einen SQ5 TDI mit leicht reduzierten 251 kW / 341 PS (vorher 255 kW / 347 PS). Alle Diesel sind mit der von Volkswagen bekannten SCR-Twindosing-Technologie als Maßnahme zur Senkung des Stickoxidausstoßes ausgestattet.

Bei den Ottomotoren geht es mit dem 2-Liter-TFSI mit 150 kW / 204 PS und 195 kW / 265 PS los. Auf einen SQ5 TFSI warten die Europäer vergebens, der ist den Nordamerikanern und Asiaten vorbehalten. Grundsätzlich haben die Vierzylinder ein zwölf Volt MHEV-System, bei den Sechszylindern ist es ist die 48 Volt-Mildhybridisierung. Die Vierzylinder werden serienmäßig mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe angeboten, während bei Sechszylindern eine Achtstufen-Wandlerautomatik die Schaltarbeit verrichtet. Gebaut wird der Q5 seit 2016 in Mexiko, die Version mit langem Radstand läuft in China vom Band.

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(fpi)