Raumfahrt im neuen Jahr: Ab zu Mond, Mars und mehr

Für die Raumfahrt steht 2021 ein volles Programm mit vielen Premieren an. Wir präsentieren die wichtigsten.

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Das James-Webb- Weltraumteleskop wird in die Vergangenheit schauen.

Von
  • Christian Rauch
Inhaltsverzeichnis

Viele wichtige Weltraummissionen kamen 2020 Corona-Pandemie-bedingt nicht ins All. Daher gibt es für dieses Jahr großen Nachholbedarf. Technology Review präsentiert die spannendsten Pläne.

Einige Monate nach seinem geplanten Start am 31. Oktober 2021 soll das James-Webb-Weltraumteleskop einsatzbereit sein. Vom geostationären Lagrange-Punkt L2 – jenseits der Mondbahn, 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt – wird das größte bisher gebaute Weltraumteleskop seinen 6,5 Meter großen Hauptspiegel aus 18 goldbeschichteten Segmenten in die Tiefen des Alls richten. Erstmals sollen so die Jahrmillionen nach dem Urknall sichtbar werden, als die ersten Sterne und Galaxien entstanden. Das im Infrarotbereich arbeitende Teleskop kann zehnmal mehr Licht auffangen als sein Vorgänger Hubble und somit auch Exoplaneten genauer als bisher untersuchen.

Die fünf Tonnen schwere Sonde Tianwen-1, gestartet am 23. Juli 2020, soll im Februar 2021 in eine Marsumlaufbahn einschwenken. Aus einer Höhe von mindestens 200 Kilometern wird der Orbiter mögliche Landegebiete für einen mitgeführten Rover auskundschaften. Ab April soll der 240 Kilogramm schwere Rover dann mit Fallschirmen und Bremstriebwerk, geschützt durch ein Hitzeschild, in der Tiefebene Utopia Planitia landen. Dort soll er den Mars mit Kameras, Radar und Messinstrumenten untersuchen. Gelingt das schwierige Landemanöver, wäre erstmalig ein Rover auf dem Mars aktiv, der nicht aus den USA stammt.

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