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Motorsport: Formel E rast allen davon

Die Formel E hat sich zur am schnellsten wachsenden Motorsportveranstaltung der Welt entwickelt. Unser Autor war beim E-Prix in Bern in der Box.

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Techniker besprechen vor dem Rennen, was an di Grassis Wagen geändert werden muss.

(Bild: Simon Habegger)

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In Schlangenlinien nähern sich die Autos den Startpositionen – das soll die Reifen aufwärmen und für mehr Grip sorgen. Es ist Rennwochenende in Bern. Der Geruch von verbranntem Gummi liegt in der Luft. Was fehlt: Man hört kein ohrenbetäubendes Knattern und riecht auch keine Motorabgase. Kein Wunder – an diesem vorletzten Samstag im Juni macht nicht die Formel 1, sondern ihr elektrisches Gegenstück Formel E Station in Bern, um ihren "Swiss E-Prix" auszutragen.

Seit 2014 gibt es die Rennserie, mit der der Motorsport-Weltverband FIA (Fédération Internationale de l'Automobile) beweisen will, dass auch elektrisch angetriebene Boliden faszinieren. Inzwischen ist die Formel E die am schnellsten wachsende Rennserie überhaupt (siehe Grafik unten). "Die Formel E wird viel, viel größer und besser werden", sagt Bernie Ecclestone, bis 2017 Leiter des Formel-1-Rennzirkus. In der kommenden Saison steigen mit Porsche und Mercedes zudem zwei weitere Hersteller in den Kampf um Punkte ein.

Ich bin in der Box des deutschen Teams Audi Sport Abt Schaeffler, dem in der vergangenen Saison zweitbesten Team der Rennserie. Besser war nur Chinas DS Techeetah. Die Box steht auf dem Messe- und Ausstellungsgelände Bernexpo, ein paar Hundert Meter von der Rennstrecke entfernt. Rennwagen und Fahrer sind heute zum ersten Mal auf dem Stadtkurs unterwegs und drehen sechs Runden mit halber Leistung – 110 Kilowatt statt der 200 Kilowatt. So sammeln Fahrer und Techniker erste Hinweise darauf, ob Systeme und Sensoren korrekt funktionieren und ob die zurechtgelegte Rennstrategie in der Praxis aufgehen könnte.

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