Neu ab Anfang 2022: Die Elektroautos VW ID.5 und VW ID.5 GTX

Ein ID. mit Schrägheck inklusive einer dynamischen GTX-Version erweitert Volkswagens E-Auto-Programm auf MEB-Basis. Neu ist eine bidirektionale Ladefunktion.

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(Bild: Volkswagen)

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  • Florian Pilau
  • pressinform

Volkswagen erweitert sein Elektroauto-Angebot auf Basis des modularen Elektrobaukastens (MEB) mit dem VW ID.5, der als Schrägheckversion des ID.4 als sogenanntes Crossover-Coupé mit 21-Zoll-Rädern und kurzen Überhängen vor allem dynamischer wirken soll.

Anfang 2022 soll der VW ID.5 in drei Antriebsalternativen angeboten werden: Mit Heckantrieb und 128 oder 150 kW und je 160 km/h Höchstgeschwindigkeit oder als dynamischer positionierter GTX mit 220 kW und Allradantrieb, abgeregelt bei 180 km/h. Deutlich leistungsstärkere Versionen, wie bei den ähnlichen Modellen Hyundai Ioniq 5, Kia EV6 (Test) oder Genesis EV60 erhältlich, sind bei den VW ID.5-Modellen momentan nicht vorgesehen.

Der schärfste Konkurrent?

Der 77-kWh-Akku soll komplett aufgeladen Reichweiten von bis zu 520 Kilometern bieten, beim ID.4 gibt Volkswagen 487 bis 517 km an. Die Ladeleistung wird gegenüber den 125 kW für ID.3 / ID.4 nur geringfügig erhöht, der ID.5 soll zunächst immerhin 135 kW bieten. In einer halben Stunde lässt sich laut Hersteller das Akkupaket im Unterboden somit auf mehr als 300 Kilometer an zusätzlicher Reichweite aufladen. AC an der Wallbox sind 11 kW.

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Im Zusammenspiel mit einer geeigneten Infrastruktur soll nun aber auch zu Hause bidirektionales Laden möglich sein – der ID.5 kann so, wenn gewünscht, zu bestimmten Zeiten die Hauselektrik des Eigenheims versorgen.

VW ID.5 Exterieur (5 Bilder)

Volkswagen stellt eine neue Variante des VW ID.4 vor.

Das Fahrwerk des ID.4 entspricht mit der vorderen Radführung mit einem unteren Querlenker und Feder-Dämpfer-Bein vorn und einer Fünflenker-Aufhängung hinten dem des ID.4. Praxisgerecht intelligent scheint der Einsatz hinterer Trommelbremsen angesichts der dank Rekuperation meist arbeitslosen und damit schnell verrostenden Scheibenbremsen. Das Gewicht von gut 2,1 Tonnen bleibt unverändert. Gegen Aufpreis erhältlich sind eine sportliche Fahrwerksabstimmung oder adaptive Dämpfer. Für den Anhängerbetrieb bietet der VW ID.5 eine Anhängelast von 1200, der GTX von 1400 Kilogramm (GTX).

Der VW ID.4 in unserem Test

Innenraum und Ausstattung des ID.5 sind weitgehend identisch mit dem ID.4. Auch er bietet das puristische Interieur mit dem kleinen 5,3-Zoll-Bildschirm hinter dem Lenkrad. Gegen Aufgeld montiert Volkswagen einen 12-Zoll-Bildschirm in der Mitte des Armaturenbretts und das große Head-up-Display, das auch Augmented-Reality-Darstellungen beherrscht. Anders als der fast baugleiche Skoda Enyaq (Test) ist der VW ID.5 auch gegen Aufpreis nicht mit Ledersitzen zu bekommen.

VW ID.5 Interieur (5 Bilder)

Innenraum und Ausstattung des ID.5 sind weitgehend identisch mit dem des ID.4.

Das Kofferraumvolumen des 4,6 Meter langen VW ID.5 übertrifft mit 549 Litern trotz der schrägen Dachlinie sogar ein bisschen die 543 Liter des VW ID.4. Der Laderaum lässt sich durch Umklappen der Rücksitze auf bis zu 1561 Liter erweitern, beim ID.4 sind es 1575 Liter.

Aufladen von Elektroautos

Stabiler als zum Start soll mittlerweile die Software laufen. Die neueste Generation 3.0 ermöglicht Updates und Upgrades Over-the-Air. Ausgewählte Funktionen, die vom Vorbesitzer nicht bestellt worden oder erst später dazugekommen sind, können nachträglich hinzugebucht werden. Ein Geschäftsmodell für die Zukunft. Laut Volkswagen soll der ID.5 rund 2000 Euro mehr kosten als ein VW ID.4, das wären etwa 47.000 Euro.

(fpi)