Neuvorstellung Citroën C4 und ë-C4

Nach zwei Jahren kündigt Citroën wieder einen C4 an. Das Crossover-Modell erhält mit der Technik-Basis des PSA-Konzerns Verbrennungs- und elektrischen Antrieb.

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Der C4 kommt im Herbst auch mit batterieelektrischem Antrieb als Citroën ë-C4 auf den Markt.

(Bild: Citroën)

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Citroën bringt nach zwei Jahren wieder einen C4 auf den Markt. Das Crossover-Modell teilt sich die Technik mit Modellen wie Opel Corsa / Mokka, Peugeot 208 / 2008 oder DS3 Crossback (Test) und kommt sowohl mit Verbrennungsmotor als auch mit batterieelektrischem Antrieb als Citroën ë-C4.

Neuvorstellung Citroën C4 und ë-C4 (16 Bilder)

Citroën hat am 16. Juni in einem Vorab-Appetizer eine "Einzigartige Innovation für den Beifahrer" versprochen. Heute erfahren wir: es ist eine Halterung fürs Tablet.
(Bild: Citroën (alle)
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Nach ein paar dünn geschnittenen Appetithappen vor knapp zwei Wochen verrät Citroën nun ein paar weitere Details zum kommenden C4. Ein genaues Verkaufsdatum und Preise bleiben weiterhin unpräzise, auch fehlen noch wesentliche technische Daten. Das Produkt soll offenbar noch länger in der Öffentlichkeit gehalten werden.

Mit dem Citroën C4 reagiert PSA mit einem weiteren Crossover auf das weiterhin ausgesprochen große Interesse des Publikums an SUV-Modellen. Der 4,36 Meter lange, 1,8 m breite und 1525 Millimeter hohe C4 hat einen Radstand von 2670 Millimetern. Er basiert auf der „Common Modular Platform“ (CMP), wie der Opel Corsa, der Peugeot 208 (Test) und auch der kommende Opel Mokka. Der C4 ist sofort als Citroën zu erkennen: Schmal sind Tagfahrleuchten und Kühlergrill, darunter liegen die Scheinwerfer. Dazu zeigt auch der C4 eine coupéhafte Linie.

Der elektrische Antriebsstrang des Citroën ë-C4 ist identisch mit dem von Corsa-e oder Peugeot e-208. Der Elektromotor leistet 100 kW / 136 PS und hat ein Drehmoment von 260 Nm. Damit erreicht der Stromer in 9,7 Sekunden die 100 km/h-Marke und ist bis zu 150 km/h schnell. Die 50 kWh fassende Batterie soll eine Reichweite von 350 Kilometern sicherstellen. Das ist erstaunlicherweise mehr als beim Opel Corsa-e, der mit 337 Kilometern angegeben wird, obwohl er mit seinen 1530 kg deutlich leichter sein muss: immerhin erreicht der Opel mit dem gleichen Antrieb bereits in 8,1 s 100 km/h. Die Garantie auf die Batterie beträgt 8 Jahre oder 160.000 Kilometer "für 70 Prozent der Ladekapazität".

Beim Citroën e-C4 ist ein dreiphasiger Onboardlader für 11 kW Leistung eingebaut, damit sollen leere Akkus innerhalb von rund fünf Stunden vollständig aufladbar sein. An einer Schnellladestation mit 100 kW ist die Batterie unter Idealbedingungen nach 30 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt.

Der konventionell angetriebene C4 bekommt den bewährten Ottomotor mit 74 kW / 100 PS und Sechsgang-Handschaltung, beim 96 kW / 130 PS wahlweise mit Achtgang-Wandlerautomatik. Der 1,5-Liter-Dieselmotor mit 81 kW / 110 PS kommt mit der Sechsgang-Handschaltung, die Selbstzünder-Version mit 96 kW / 130 PS bekommt die Achtgang-Wandlerautomatik. Für keines der Modelle ist Allradantrieb erhältlich.

Eine umfangreiche Dämmung soll das Geräuschniveau senken, ein „Advanced Comfort Paket“ bestehend aus besseren Sitzen, einer steiferen Karosserie und im mittleren Bereich besonders sensibel ansprechenden Dämpfern den uralten Markenwert „Komfort” wenigstens ein bisschen wiederbeleben. Das Interieur bietet eine versenkbare Halterung für Tablets vor dem Beifahrer, kompatibel mit dem Apple iPad Air 2 und dem Samsung Tab A 10,5’’. Alternativ ist eine Universalvariante für andere Tablets erhältlich. 16 Ablagen bieten 39 Liter Fassungsvermögen, der Kofferraum ein Volumen von 380 Litern. Ein Glasdach soll nicht nur viel Licht sondern geöffnet auch Luft in den Innenraum lassen.

Insgesamt 20 Assistenzsysteme unterstützen den Fahrer. Darunter ein Stau-Assistent mit Stop and Go- sowie Spurhalte-Funktion, ein Head-Up-Display mit ausklappbarer Scheibe, ein Frontkollisionswarner und eine 180 Grad Kamera. Die Infotainmentzentrale ist ein zehn Zoll großer Touchscreen. Das Smartphone wird per Apple CarPlay oder Android Auto eingebunden. Zudem kann der Fahrer per Kamera sein Blickfeld aufnehmen und speichern. Das Navigationssystem von von TomTom arbeitet mit Echtzeitdaten des Verkehrs. Der Citroën C4 wird voraussichtlich Ende des Jahres beim Händler stehen.

(fpi)