Neuvorstellung Opel Mokka / Mokka-e

Der neu aufgelegte Mokka teilt mit dem Vorgänger nur mehr den Namen. Er zeigt Opels neues Markengesicht und bietet den vom Corsa-e bekannten E-Antrieb.

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Mit dem Mokka vollzieht Opel einen Komplettumbau des SUVchens.

(Bild: Opel)

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Die zweite Mokka-Generation tritt nach einer Unterbrechung völlig neu aufgesetzt mit Diesel-, Otto- und Elektromotor an. Nicht mehr angeboten wird der Allradantrieb. Mit einer Länge von 4,15 Metern ist der Opel Mokka mehr als zwölf Zentimeter kürzer als die Generation davor, dank der neuen Plattform „CMP” sollen sich die verkleinerten Außenmaße nicht auf den Innenraum auswirken. Opel nennt eine Kürzung um 12,5 Zentimeter, aber einen um zwei Millimeter längeren Radstand und 350 bis 1050 Liter Laderaum. Die neue Plattform soll rund 120 Kilogramm im Vergleich zum Vorgängermodell einsparen. Der bis Juni 2019 gebaute Vorgänger kam auf 1355 bis 1504 kg. Kaum weniger als der kommende Mokka, derl als Elektromodell knapp über 1,5 Tonnen wiegen soll.

Opel Mokka (13 Bilder)

"Verkörpert perfekt die Markenwerte von Opel – begeisternd, nahbar, deutsch ..." sagt Opel-Chef Michael Lohscheller über den Mokka und riskiert mutig Beifall aus einer Richtung, die er nicht gemeint haben kann.
(Bild: Opel)

Sämtliche infrage kommenden Antriebe sind bereits bekannt, weil der Opel Mokka ein technischer Zwilling von Modellen wie Opel Corsa, Peugeot 208 / 2008 oder DS3 Crossback ist. Die gemeinsame Basis der Modelle erklärt auch den Wegfall der Allrad-Option. Den Mokka dürfte PSA mit einem 1,5-Liter-Dieselmotor mit vier Zylindern und 74 (100 PS) oder 96 kW (130 PS) sowie mit einem 1,2-Liter-Benziner mit drei Zylindern und 74 oder 96 kW ausstatten. Wahlweise wird eine Sechsgang-Handschaltung oder eine Achtstufenautomatik angeboten.

Der Elektroantrieb ist der gleiche wie etwa in den Konzernmodellen DS3 Crossback E-Tense (Test) oder Opel Corsa-e. Der bei 150 km/h abgeregelte Mokka-e leistet 100 kW und bietet ein maximales Drehmoment von 260 Nm. Die maximale Reichweite liegt bei 322 Kilometern. An einer 100 kW-Gleichstrom-Säule kann das 50-kWh-Akkupaket von „leer” in einer halben Stunde auf bis zu 80 Prozent geladen werden. Schnellladen mit 100 kW ist Serie, dazu bietet der Mokka alle Ladeoptionen vom ein- bis zum dreiphasigen Laden mit bis zu 11 kW sowie eine 8-Jahres-Garantie für die Batterie.

Optisch wirkt der Mokka modern mit seinen kurzen Überhängen, 18-Zoll-Rädern und ein bisschen retro mit der schwarzen Kontrastlackierung für Dach und Hauben. Die Instrumenteneinheit bietet nun zwei Displays, die sich bis weit in die Mitte der Armaturentafel zieht. Die beiden Displays haben in der größten Version Bildschirmdiagonalen von zehn und optional zwölf Zoll. Puristisch wirkt die Mittelkonsole mit wenigen Tasten. Dennoch sollen sich die wichtigsten Funktionen nach wie vor über Tasten steuern lassen, „sodass der Fahrer nicht durch die Suche in Untermenüs abgelenkt wird” wie Opel schreibt. Das klingt nach einem Fortschritt – oder vielmehr wie die Rücknahme eines Rückschritts.

Außer den aufpreispflichtigen LED-Matrixscheinwerfern bietet das kompakte Opel-SUV unter anderem Ausstattungsdetails wie Abstandstempomat, Vernetzung, beheizte Ledersitze mit Massagefunktion oder verschiedene Fahrerassistenzsysteme. Marktstart für den neuen Opel Mokka ist Anfang 2021. Die Preise stehen aktuell noch nicht fest. Der 100 PS starke Basisbenziner dürfte bei rund 23.000 Euro beginnen, der elektrische Mokka-e bei über 35.000 Euro.

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