"Non-Fungible Animals": Warum der WWF beim Artenschutz auf NFTs setzt

Die Naturschutzorganisation hat Bilder von bedrohten Tierarten in einer Blockchain gespeichert – und handelt jetzt in Form von NFTs mit den Eigentumsrechten.

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, Abbildungen: World Wide Fund For Nature; Eric Peters, Lea Fricke, Andres Ribon, Anna Rupprecht, Romulo Kuranyi, Bosslogic

(Bild: World Wide Fund For Nature; Eric Peters, Lea Fricke, Andres Ribon, Anna Rupprecht, Romulo Kuranyi, Bosslogic)

Von
  • Jan Vollmer
Inhaltsverzeichnis

Als Karl Nowak im Café in Berlin Kreuzberg ankommt, hat er Tränen in den Augen. Auf der Straße ist es ein Grad kalt und er ist mit einem Elektroroller unterwegs. Der Mann, der den WWF dazu brachte, NFTs zu verkaufen, ist 36 Jahre alt, trägt Sneaker, Jeans und einen grünblauen Pullover.

Die Abkürzung "NFT" steht für Non-Fungible Token – was man mit "nicht austauschbare Zeichen" übersetzen könnte. Aktuell sind NFTs vor allem als blockchainbasierte, digitale Eigentumsrechte an Kunst und Medien bekannt. Im März 2021 wurde eine Collage des Digitalkünstlers Beeple für 69,3 Millionen Dollar als NFT beim Auktionshaus Christies verkauft. Auf Börsen wie "NBA Top Shot" hingegen können sich Basketball-Fans und Sammlerinnen und Sammler die Eigentumsrechte an kurzen Basketball-Szenen sichern. Für 2.899 Dollar wird dort beispielsweise ein Videoclip gehandelt, in dem Kevin Durant von den "Brooklyn Nets" nach einem Rebound den Ball in den Korb hämmert.

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Nach den Kryptowährungen sind NFTs ein weiterer "Kassenschlager" des frühen Web3. Als Web3 wird dabei die Vision eines dezentralen Internets beschrieben, das auf Blockchain-Technologie basiert – so wie die Krypto-Währungen Ethereum und Bitcoin.