Österreich beschließt CO2-Bepreisung fossiler Energie

Im Zuge einer ökosozialen Steuerreform der regierenden Konservativen und der Grünen bekommt CO₂ einen Preis und die Steuerzahler einen sogenannten Klimabonus.

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Raffinerieanlagen des Kraftstoffherstellers Shell

(Bild: Shell)

Von
  • Florian Pillau

Österreichs Parlament hat eine Klima-Abgabe auf fossile Energieträger beschlossen. Die CO₂-Bepreisung ist Teil einer ökosozialen Steuerreform der regierenden Konservativen und der Grünen, die am heutigen Donnerstag angenommen wurde. Zum Ausgleich für die höheren Preise für Otto- und Dieselkraftstoff, Heizöl und Erdgas erhalten Steuerzahler einen sogenannten Klimabonus. Diese jährliche Zahlung von 100 bis 200 Euro ist regional gestaffelt. Menschen in ländlichen Gebieten mit schlechter Anbindung an den öffentlichen Verkehr erhalten mehr, Stadtbewohner weniger.

Die Bepreisung des klimaschädlichen CO₂-Ausstoßes soll zunächst bei 30 Euro pro Tonne liegen. Bis 2025 wird der Preis – in Anlehnung an die deutsche Regelung – auf 55 Euro angehoben. Wissenschaftler und Umweltschutzorganisationen hatten höhere Preise gefordert.

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Insgesamt soll die Steuerreform die Bevölkerung bis 2025 um 18 Milliarden Euro entlasten. Unter anderem enthält das Paket Erleichterungen für untere und mittlere Einkommen. Außerdem wird die Unternehmenssteuer von derzeit 25 Prozent bis 2024 auf 23 Prozent gesenkt.

(fpi)