Geld verdienen per App: Online-Trading via Smartphone – Gefahren und Chancen

Durch neuartige Neo-Broker und Smartphone-Apps ist das Trading via Smartphone einfach wie Online-Banking. Wir klären Sie über Chancen und Gefahren auf.

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Aktien handeln bequem von der Couch aus - Unser Wegweiser zeigt auf, was Sie beachten müssen und wo die Gefahren lauern.

(Bild: TierneyMJ/Shutterstock.com)

Von
  • Markus Will
Inhaltsverzeichnis

Online-Trading via Trading-App ersetzt mehr und mehr den Besuch des Maklers in der Bank. Via Broker-App lässt sich sehr bequem von der Couch oder unterwegs aus das Depot verwalten. Egal, ob einzelne Aktientitel, ETFs oder gar Kryptowährungen: Der Privatanwender kann sein Geld flexibel und jederzeit in Wertpapiere investieren und auf Gewinne hoffen.

Aktienhandel, Mobile Trading und Kryptowährungen

Neo-Broker locken Einsteiger an mit geringen Trading-Gebühren und bieten dazu Apps mit einer benutzerfreundlichen Menüführung. Die Fintech-Startups setzen mit ihrem Geschäftsmodell der einfachen Zugänge via Broker-Trading-App die Depotbank-Platzhirsche gehörig unter Druck.

In diesem Artikel erhalten Sie einen Einblick, was zum Mobile Trading notwendig ist. Erklärungen rund um Online-Broker, Depots und Trading bieten zudem Börsen-Anfängern eine Orientierung.

Die Apps für iPhone, iPad und Android-Geräte bilden nur die Infrastruktur. Die richtige Trading-Strategie, das Geld anzulegen und Aktien zum vorteilhaften Kurs zu kaufen sowie zu verkaufen, bleibt dem Trader überlassen. Wir werden Ihnen keine Anlagestrategie empfehlen, aber wir weisen auf Gefahren und Risiken hin, die für Einsteiger bestehen.

Insbesondere beim langfristigen Traden reicht es nicht aus, nur ein paar Charts im Auge zu behalten. Es sind verschiedene Akteure auf den Märkten tätig und Profis nehmen dabei keine Rücksicht auf Anfänger, sondern profitieren gerne von deren Fehlern. Daher sollten Einsteiger die Fallstricke und Anfängerfehler beim Traden genau kennen.

Der Begriff Trading bezeichnet den kurzfristigen Kauf- und Verkauf von Wertpapieren in Handelsmärkten. Idealerweise will der Broker günstig ein- und teuer verkaufen und die Finanzmarkt-Schwankungen (Volatilität) zum eigenen Vorteil nutzen.

Schon die Römer der Antike verpachteten Zölle und Salinen für Jahre an frühe Finanzgesellschaften. Über die Jahrhunderte entwickelten sich Börsengeschäfte parallel zum Bankwesen. 1971 eröffnete mit der Nasdaq in New York die erste über Computer gesteuerte Börse. Der Deutsche Aktien Index (DAX) in Frankfurt stellte im Jahr 1999 auf die Berechnung durch das elektronische Handelssystem Xetra um. Die Makler von heute stehen somit nicht mehr auf dem Börsen-Parkett; stattdessen findet der Handel nur noch über Computer statt.

Ende der 1990er öffneten sich die Börsen dem Online-Trading. Seitdem können Privatanleger als Trader von zu Hause aus mit Aktien, Optionen oder neuerdings Kryptowährungen handeln. Saß der Anleger anfangs nur vor dem PC, schickt er heute seine Order via Trading-App mit Smartphone oder Tablet ab.

Es gibt weltweit verschiedene Märkte, auf denen private Trader, je nach Anlagestrategie, Handel treiben und online Geld investieren können. Dafür benötigt der Investor zum Traden aber noch immer einen Broker.

Hintergründe zum Börsenhandel am Beispiel der Xetra finden Sie in unserem heise+-Artikel: Die Technik hinter Deutschlands größter Börse.