Opel Mokka 2021: Erleichtert weiter

Der zweite Mokka bekommt eine Plattform von PSA. Damit wird er leichter als sein Vorgänger. Der bisher optionale Allradantrieb ist Geschichte.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 21 Beiträge

Noch ist der zweite Mokka heftig beklebt - eine Enthüllung dürfte es im Spätsommer geben.

(Bild: Opel)

Von

Lange war nicht sicher, ob es überhaupt einen neuen Opel Mokka geben würde. Schließlich ist Opel mit Crossland X und Grandland X genau dort vertreten, wo derzeit die größten Stückzahlen gemacht werden. Beide basieren auf Plattformen, die zusammen mit PSA entwickelt wurden. Der bisherige Mokka stammte dagegen aus der langjährigen Beziehung mit General Motors. Sein Nachfolger soll 2021 auf den Markt kommen und wird neu ausgerichtet.

Der zweite Mokka basiert auf der Common Modular Platform (CMP), die seit 2018 auf dem Markt ist. Diese Grundlage nutzen bereits beispielsweise Opel Corsa (Test), Peugeot 208 und 2008 sowie der DS 3 Crossback. Noch verrät Opel nicht, ob sich der Mokka von der Länge her eher am DS 3 Crossback (4,12 Meter) oder am Peugeot 2008 (4,3 Meter) orientiert. Der bisherige Mokka lag mit 4,27 Metern etwas oberhalb des Crossland X. Die neue Plattform soll zudem erheblich leichter sein, Opel spricht von rund 120 Kilogramm weniger im Vergleich zum alten Mokka. Der bis 2019 gebaute Vorgänger wiegt leer zwischen 1355 und 1504 Kilogramm.

Fest steht dagegen schon jetzt das vorläufige Antriebsangebot, wenngleich PSA das so noch nicht offiziell bestätigt. Das Motorenportfolio ist mit hoher Wahrscheinlichkeit identisch mit dem im DS 3 Crossback. Opel wird drei Benziner, zwei Diesel und einen E-Antrieb anbieten. Die Benziner sind allesamt 1,2-Liter-Dreizylinder, die mit 100, 130 und 155 PS bestellt werden können. Als Diesel gibt es einen 1,5-Liter-Vierzylinder, der mit 102 oder 130 PS zu haben ist. Keine Überraschung auch beim E-Antrieb. Hier nutzt PSA den Antriebsstrang, den alle Modelle auf dieser Plattform bekommen. Der E-Motor leistet 100 kW, die Batterie hat eine Kapazität von 50 kWh. Geladen werden kann an Wechselstrom mit maximal 11 kW, an Gleichstrom sind bis zu 100 kW möglich.

Opel Mokka 2021 (7 Bilder)

Der zweite MOpel Mokka ist derzeit auf letzten Abstimmungsfahrten unterwegs. Abseits befestigter Straßen dürfte er weniger weit kommen als sein Vorgänger, der noch mit Allradantrieb zu haben war.

Bisher war der Mokka das einzige SUV von Opel, das die Kraft eines Verbrenners auf alle vier Räder verteilt hat. Selbst im größeren Grandland X gibt es einen zusätzlichen Hinterradantrieb nur in Form einer elektrifizierten Sekundärachse – und das auch nur, wenn der Kunde in den teuersten Grandland X mit Plug-in-Hybrid investiert. In diese Preisregion wagen sich aber bislang nur wenige Grandland-X-Käufer vor. Im neuen Mokka wird es dagegen nach allem, was wir bislang wissen, keinen Allradantrieb mehr geben. Ein Plug-in-Hybrid auf dieser Plattform ist nicht absehbar, der E-Motor der elektrifizierten Version treibt die Vorderräder an.

Neu im Mokka werden unter anderem Matrix-Licht und ein schlüsselloser Zugang per Smartphone sein, mit dem der Besitzer die Fahrberechtigung per App auch für Dritte freigeben kann. Die Produktion soll noch 2020 starten, der Verkauf rund um den Jahreswechsel. Das Basismodell dürfte rund 22.000 Euro kosten und damit ähnlich viel wie beispielsweise Ford Puma oder VW T-Roc. (mfz)