Open-Source-Hardware: Unterschätze Nischenprodukte

Open-Source-Hardware plant und baut man nachhaltig, kosteneffizient und gemeinsam mit anderen. Wir bringen Sie auf den aktuellen Stand.

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(Bild: Albert Hulm)

Von
  • Maximilian Voigt
  • Dr. Daniel Wessolek
  • Ronald Eikenberg
  • Tim Gerber
Inhaltsverzeichnis

Heiligabend liegen unter vielen Tannenbäumen moderne technische Geräte. Doch wenn etwa die Actionkamera erst über den Download einer 350 MByte großen App auf das Android-Smartphone zum Funktionieren gebracht werden muss oder ein zur Aktivierung notwendiger Spezialadapter nicht im Lieferumfang ist, wird aus der Feststimmung Fruststimmung.

Das ist nur eines von zahlreichen Beispielen dafür, dass proprietäre Lösungen oft schlechter sind als offengelegte Technik. Viele Firmen entwickeln jeweils eigene Kabel, Schnittstellen und Accessoires, die nur zur eigenen Hardware kompatibel sind. Die Verbindung derart zugenagelter Hardware mit geschlossener Software verhindert, dass Verbraucher diese frei einsetzen können. Stattdessen sind sie beispielsweise gezwungen, sich ständig zusätzliche Nutzerkonten anzulegen, obwohl sie eigentlich nur ein Bild knipsen oder scannen möchten.

Auslaufende Updates, fehlende Ersatzteile, schlechte Dokumentation und Schikane-Chips in Druckerpatronen machen Geräte unbrauchbar. Das zieht Konsumenten nicht nur das Geld aus der Tasche, es ist auch umweltschädlich, besonders, wenn es um die Reparierbarkeit geht. Die Verbraucher verkümmern so zum Spielball der Tech-Konzerne.

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