Produktion der Zukunft: Virtuelle Realität am Fließband

In der Unterhaltung ist der Hype um Augmented und Virtual Reality deutlich zurückgegangen. In der Arbeitswelt beginnen sie gerade, ihr Potenzial zu entfalten.

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Durch Augmented Reality unterstützt, übt die Technikerin komplizierte Montageschritte an einem Fahrzeugmotor.

(Bild: BMW)

Von
  • Peter Gabriel
  • Marcel Kappel
Inhaltsverzeichnis

Stellen Sie sich vor, die Maschinenführerin setzt ihre halbtransparente Datenbrille auf, geht durch die Produktionshalle und kontrolliert die Spritzgussmaschinen. Ihr Brillendisplay zeigt ihr die Betriebsparameter – bei der letzten Maschine ist anscheinend die Rückstromsperre verschlissen. Damit sich in den Oberflächen der Werkstücke keine Löcher bilden, muss sie die Sperre austauschen.

Es ist ihr erster Austausch bei diesem Maschinentyp und sie schaut sich zunächst in der Brille eine Explosionszeichnung der Dosierschnecke an, zu der die Sperre gehört. Die Brille leitet sie dann Schritt für Schritt durch die Wartung. Am nächsten Tag setzt sie sich mit einer VR-Brille an eine virtuelle Simulation der Maschine, um die Optimierung der Prozessparameter zu üben. Dafür winkt am Ende ein Zertifikat der örtlichen IHK. Noch ist das eine Vision, aber die Wirklichkeit rückt näher.

Die Konzepte Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) gibt es schon seit den 1950er Jahren – einen regelrechten Hype löste aber erst 2012 die VR-Brille Oculus Rift des gleichnamigen US-Start-ups aus, das heute zu Facebook gehört. Diese Brille war erschwinglich und ermöglichte dennoch das Eintauchen in hochwertige virtuelle Welten. Mittlerweile gibt es VR-Brillen von vielen verschiedenen Herstellern. Wie wird die Technik unsere Arbeit verändern?

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