Programmieren: Das bringt Scala 3.0

14 Jahre nach Erscheinen von Scala 2.0 wagt die Sprache den nächsten Schritt. Ein Release Candidate zeigt, wie sich die Scalable Language weiterentwickelt.

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(Bild: Rudolf A. Blaha)

Von
  • Lars Hupel
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Die Selbstbeschreibung in Scalas Dokumentation bringt es auf den Punkt: "Scala ist eine moderne Multi-Paradigmen-Sprache, designt, um übliche Programmierschemata prägnant, elegant und typsicher auszudrücken." Das klingt interessant und nützlich, aber auch kompliziert. Tatsächlich steht Scala in dem Ruf, eine sehr flexible, dadurch aber auch schwer zu erlernende Programmiersprache zu sein. Mit Scala 3, auch Dotty genannt, soll das besser werden: Eines der drei großen Ziele des Versionssprunges ist es, den Umgang mit der Sprache leichter und sicherer zu machen.

Außerdem soll Scala auf eine solidere theoretische Grundlage gestellt werden: das DOT-Kalkül, von dem sich auch der Spitzname Dotty ableitet. Als drittes Ziel soll die interne Konsistenz der Sprache verbessert und ihre Ausdrucksstärke dadurch gesteigert werden. Über die Jahre fanden nämlich so einige Features Einzug in Scala 2, die nicht alle miteinander harmonieren. Solche "Warzen" und Inkonsistenzen entfernt die neue Version und nimmt dabei Kompatibilitätsbrüche zu Scala 2 in Kauf.

Manchen mag das bekannt vorkommen: Die Python-Entwickler hatten sich auf dem Weg von Version 2 zu 3 Ähnliches auf die Fahnen geschrieben – so sollte die Sprache in sich konsistenter werden – aber mangels guter Migrationstools ging die Umstellung nur sehr schleppend voran. Ähnliche Probleme hatten Perl 6 (a.k.a. Raku) oder PHP 7.

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