Reise zum ewigen Eis

Die Fotografin Esther Horvath begleitete das Forschungsschiff Polarstern über den Nordpol. Ein Band präsentiert die preisgekrönten Ausnahmebilder.

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Während sich die Menschen für die Arbeiten in der Polarnacht mit Stirnlampen Sicht verschaffen, hüllt sich die Polarstern in das Licht ihrer drei Scheinwerfer.

(Bild: Esther Horvath / Prestel Verlag)

Von
  • Jo Schilling

Es sind mächtige Bilder, die die Fotografin Esther Horvath zwischen dem 20. September 2019 und dem 12. Oktober 2020 gemacht hat: Sie hat mit ihrer Kamera die MOSAiC-Forschungsreise der Polarstern durch das arktische Eis begleitet. Das Akronym steht für Multidisciplinary drifting Observatory for the Study of Arctic Climate, ein Projekt, das der Bildband „Die größte Forschungsreise aller Zeiten“ nennt.

Auf fast 300 Seiten führen uns Horvaths Fotos – gerahmt von Texten von Sebastian Grote und Katharina Weiss-Tuider – durch die Expedition. Die Autoren nehmen uns mit in die Zeit der wochenlangen Vorbereitung für das Leben an den Grenzen des Erträglichen. Die Kälte, die Stürme, die Dunkelheit, die Eisbären – auf all das werden die Menschen vorbereitet, die monatelang im tiefsten Winter in der Nähe des Nordpols arbeiten werden. Kurze Texte verbinden die starken Bilder, und Seite für Seite entsteht ein Gefühl für die Herausforderung, die auf die Menschen auf der Polarstern zukommen wird. Natürlich nur, wenn man sich nicht allein von den Bildern verführen lässt, sondern auch den Texten eine Chance gibt – und das sollte man unbedingt tun.

Buch: "Expedition Arktis – Die größte Forschungsreise aller Zeiten"
Autor: Esther Horvath, Sebastian Grote, Katharina Weiss-Tuider
Verlag: Prestel Verlag / GEO, 288 Seiten
Preis: 50 Euro

(bsc)