Renault kooperiert mit Zulieferer Faurecia beim Brennstoffzellenantrieb

Ein Weg zur Bewältigung des Paradigmenwechsels in der Antriebstechnik ist eine enge Kooperation. Das zeigen Renault und der große Zulieferer Faurecia.

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Im Renault Master soll bald ein wasserstoffelektrische Antrieb eingebaut werden.

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  • Florian Pillau

Die von Renault angekündigten leichten Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge sollen mit Tanks von Faurecia bestückt werden. Dazu wollen beide Unternehmen künftig in einem gleichberechtigten Joint Venture auf dem Gebiet der Wasserstoffspeichersysteme für leichte Nutzfahrzeuge – zunächst Renault Kangoo Z.E. und Renault Master Z.E. – zusammenzuarbeiten. Ab Ende 2021 wird Faurecia Renault mit Wasserstofftanks für eine erste Flotte leichter Nutzfahrzeuge beliefern.

Sie werden in seinem globalen Kompetenzzentrum entwickelt und hergestellt, das Faurecia im französischen Bavans seit Oktober 2020 unterhält. Ein Ziel ist es, die Kosten für die Tanks bis 2030 zu vierteln. Eine mögliche Produktionssteigerung kann später auf eine neue Anlage für H2-Speicher ausgeweitet werden, die Faurecia im französischen Allenjoie bauen will.

Faurecia hat seit Anfang 2020 den Auftrag, die Wasserstoff-Speichersysteme der 1600 Brennstoffzellen-Lkw von Hyundai zuzuliefern, die der koreanische Hersteller an die Schweiz liefert. Dieser Auftrag umfasst allein 10.000 Tanks. Darüber hinaus hat sich Faurecia mit Michelin geeinigt, gemeinsam Brennstoffzellen herzustellen, von denen ein Teil an Renault gehen soll.

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Faurecia Clean Mobility sieht den Einsatz von Wasserstoff "als Eckpfeiler der Energiewende und der emissionsfreien Mobilität." Er nehme laut Faurecia bis 2030 einen "wichtigen Platz im Antriebsmix" ein, weshalb Faurecia erhebliche Ressourcen für die Beschleunigung seines Einsatzes einsetzt.

Während große Unternehmen offenbar genügen Ressourcen für eine Umstrukturierung haben, der Antriebswandel aber besonders für die kleineren Zulieferer zu einer Bewährungsprobe wird, hat die Bundesregierung in Deutschland gerade ein eineinhalb Milliarden teures Hilfsprogramm fertig gepackt.

(fpi)