RoboScan: Automatisiert Filme scannen mit Raspberry Pi

Das Open-Source-Projekt RoboScan scannt mit einem Raspi automatisiert analoge Filme. Die Foto-Segmente auf dem Film können dank Machine Learning erkannt werden.

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Von
  • Stella Risch

RoboScan digitalisiert automatisch analoge Filme mit einer DSLR-Kamera. Dafür kommt ein Raspberry Pi zum Einsatz, der mithilfe von Machine Learning und einem Stepper-Motor den Film in einem Lego-Gerüst bewegt. RoboScan ist ein im Lockdown entstandenes Open-Source-Projekt von Maker Benjamin Bezine, der auf GitHub als bezineb5 aktiv ist.

Der Film wird im Betrieb an der zu scannenden Stelle von hinten beleuchtet. Mit diesem klassischen Trick kann man den Film über eine Kamera mit Makro-Objektiv abfotografieren. Damit der Stepper-Motor den analogen Film im Lego-Aufbau bewegen kann, ist ein 3D-gedruckter Adapter nötig. Als RaspberryPi eignen sich die Versionen 2, 3 und 4. Der Pi 4 hat hier den Vorteil, dass die Kamera über USB 3.0 verbunden werden kann. Das Projekt und die Materialliste hat bezineb5 auf GitHub veröffentlicht,

RoboScan besteht softwareseitig aus einem JavaScript-Web-Frontend und einem Python-Backend, das die Ansteuerung übernimmt. Über das Webinterface kann man den Scanvorgang starten und die Bilder auf dem Rechner speichern – so ist kein Hantieren mit der SD-Karte nötig. Die Software verwendet die Library libgphoto2, um die Kamera zu bedienen.

Ein Google Coral Edge TPU USB Accelerator ist optional einsetzbar, um den Machine Learning-Anteil zu optimieren. Wie der Machine-Learning-Algorithmus die einzelnen Bildsegmente erkennt, ist im nachfolgenden YouTube-Video anschaulich erklärt. Die Installation läuft über ein mitgeliefertes Docker-Compose-File, welches alle Komponenten startet und miteinander verbindet.

Und so sieht der RoboScan im Betrieb aus.

(stri)