Rolls-Royce entwickelt Brennstoffzellen mit Daimler und Volvo

Daimler Trucks will seine Brennstoffzellentechnik künftig auch mit dem Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems vorantreiben, erst stationär, später in Lastwagen.

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Teile eines Stacks für eine Brennstoffzelle von Daimler

(Bild: Daimler)

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Daimler Trucks will seine Brennstoffzellentechnik künftig auch mit dem Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems zusammen weiterentwickeln. Das teilten beide Unternehmen am heutigen Dienstag mit. Bis Ende 2020 wollen sich die Partner mit einem Kooperationsvertrag dann fest binden.

Bereits vor einigen Wochen hatte Daimler Trucks eine ebenfalls noch nicht bindende Zusammenarbeit mit Volvo bei der Stromerzeugung aus Wasserstoff beschlossen. Zunächst sollen gemeinsam ortsfeste Brennstoffzellen-Notstromaggregate entwickelt werden. Beide Unternehmen planen, „in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts” schwere Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge für den Fernverkehr in Serie anzubieten. Damit äußern sie sich deutlich vorsichtiger als IVECO und Nikola mit dem Plan, bereits 2023 einen gemeinsam entwickelten H2-Lkw am Start zu haben.

Bis Wasserstoff zum Antrieb schwerer Lastwagen mit Elektroantrieb genutzt werden kann, sollen die stationären Systeme weiterentwickelt werden. Rolls-Royce Power Systems am Bodensee plant ein Pilotprojekt, das schon bis Ende 2020 in Betrieb genommen werden soll.

Daimler-Trucks-Chef Martin Daum will mit diesem Vorgehen möglichst früh Geld verdienen. Er sagt: „Mit der nun abgeschlossenen Vereinbarung für stationäre Brennstoffzellensysteme zeigen wir schon jetzt ganz konkrete Chancen zur Kommerzialisierung dieser Technologie durch das Joint Venture auf”.

Mit den stationären Stromerzeugern sollen die Diesel-Notstromaggregate in Rechenzentren oder anderen sicherheitsrelevanten Einrichtungen ersetzt werden. Daum erwartet „einen weiteren Impuls zum Aufbau einer branchen- und anwendungsübergreifenden Wasserstoffinfrastruktur und die gesellschaftliche Akzeptanz und das Vertrauen in die Brennstoffzelle weiter (zu) erhöhen“.

Für den Vorstandschef von Rolls-Royce Power Systems, Andreas Schell gehört der Stromerzeugung aus Wasserstoff die Zukunft. Er ließ verlauten: „Die Dekarbonisierung von Antrieb und Energieversorgung ist eines unserer zentralen strategischen Ziele und die Brennstoffzelle wird hierbei eine Schlüsselrolle spielen”.

(fpi)