Rückblick auf Flash: Das Verschwinden des einstigen Multimedia-Beschleunigers

Flash hat für viele Jahre das kreative Potenzial des Webs erheblich erweitert. Zum Jahreswechsel 2020 verschwindet es endgültig aus den meisten Browsern.

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(Bild: DerBauer.de)

Von
  • Prof. Tilman Baumgärtel
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Flash? Während junge Leute aus der Generation Z möglicherweise noch nie davon gehört haben, werden sich Web-Veteranen an eine aufregende Zeit erinnern. "Wenn Sie im Web surfen und auf Sites stoßen, die seitengroße Animationen oder Schaltflächen enthalten, die beim Anklicken spektakuläre Funktionen ausführen, erleben Sie wahrscheinlich die Magie von Flash in Aktion", schwärmten die Autoren des Buches "Flash für Dummies" von 2001 im Vorwort.

Demnächst werden die meisten Browser allerdings ohne diese Magie auskommen müssen. Googles Browser Chrome wird Flash zum 31. Dezember 2020 nicht mehr unterstützen. Microsoft hält es bei Edge genauso. Mozilla will die Flash-Unterstützung in Firefox mit Release 84 beenden, die im Dezember 2020 erscheinen soll. Und selbst der Flash-Hersteller Adobe hat seine eigene Technik abgekündigt. Ab dem 31. Dezember 2020 gibt es keine Updates und keine Patches mehr.

Danach wird es nicht mehr einfach möglich sein, die wenigen verbliebenen Seiten zu betrachten, die noch mit Flash gestaltet sind. Und somit verschwindet auch der einfache Zugang zu einigen der fantasievollsten und ungewöhnlichsten Websites, die es je gegeben hat. Schon jetzt ist ein Flash-basierter Netzklassiker wie die 24-Stunden-Version von Pharrell Williams’ Hit "Happy" genauso aus dem Internet verschwunden wie das "Museum of Me". Dort konnte jeder Facebook-Nutzer die Bilder aus seinem Profil in ein dreidimensionales Ausstellungsgebäude übertragen lassen, das man durchstreifen konnte wie eine Gemäldegalerie.

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