Smartphones: Gelingt die Unabhängigkeit von Huawei durch eigenes Betriebssystem?

Huawei will ein eigenes Android-Betriebssystem etablieren und sich damit von der US-Vormachtstellung auf dem Softwaremarkt für Smartphones ­befreien.

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(Bild: Shutterstock)

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Google Search, Chrome, YouTube, Play Store, Maps, Google Drive, Google Photos – sie gehören zu den meistgenutzten Apps weltweit. Kaum vorstellbar, dass jemand ein Smartphone auf den Markt bringt, auf dem sie alle fehlen.

Dennoch entwickelt Huawei, der zweitgrößte Handyhersteller der Welt, derzeit eine eigene Variante von Googles Betriebssystem Android. Denn die USA werfen dem Konzern wie auch einigen anderen chinesischen Unternehmen Industriespionage und Verstöße gegen Sanktionen vor. Eine Konsequenz ist, dass US-Firmen derzeit nicht mit Huawei kooperieren dürfen. Mit der Blockade dürften sich Google und die USA allerdings mittelfristig ins Knie geschossen haben. Denn unter den Geräteherstellern ist Googles Umgang mit Android nicht sehr beliebt – und nun wächst mit Huawei eine mächtige Ausweichmöglichkeit heran.

Android galt einst als offene Alternative zum geschlossenen iOS von Apple, das 2007 im iPhone auf den Markt kam. Lange Zeit konnte Google dieses Image pflegen. Es hat Android allerdings nie als gemeinnützig gesehen, sondern als beste Möglichkeit, um Apple Paroli zu bieten. Auch mit dem iPhone blieb Google zwar die zentrale Suchmaschine, aber das Risiko, von Apple abhängig zu sein, wollte Google nicht eingehen. Also gründete das Unternehmen sein Open-Source-Projekt – mit dem Gedanken, möglichst viele Entwickler auf seine Seite zu ziehen.

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