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Softwareentwicklung: Low Code in der industriellen Produktion

Harald Weiss

In der Fertigung sind Low-Code-Programme selten. Dabei spricht vieles für für sie als Bindeglied zwischen Operations- und Informationstechnik.

Nach den positiven Erfahrungen bei den Businessanwendungen erobert Low Code zunehmend auch die Fertigungssysteme. Schließlich liegt die Hoffnung nahe, dass das, was für die Businessanwendungen funktionierte, auch im Manufacturing Erfolg bringt. Die Gründe für den Einsatz von Low Code sind dabei dieselben: Meist geht es schlicht darum, einen großen Entwicklungsrückstand abzubauen.

Eine gemeinsame Studie von Deloitte und des auf Low Code spezialisierten Anbieters OutSystems ergab, dass 64 Prozent der Fertigungsbetriebe bei der Applikationsentwicklung hinterherhinken. Nun setzt man vielerorts große Hoffnung darauf, mithilfe von Low Code eine Trendwende einleiten zu können und damit auch den Übergang zur Industrie 4.0 und den neuen Möglichkeiten der Fabrikautomation zu beschleunigen.

Dass der Bedarf nach mehr Software in den Produktionsprozessen ansteigt, liegt auch daran, dass Informationstechnik (IT) und Operationstechnik (OT) immer stärker zusammenwachsen. Das erfolgt meist virtuell, schließlich sind die OT-Systeme häufig in physisch weit verteilten Fabrikstandorten angesiedelt, die IT-Systeme hingegen normalerweise zentral aufgebaut.


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