Ssangyong Tivoli mit neuem Basisbenziner

Das kleine SUV Tivoli bekommt den ersten Dreizylinder der Marke Ssangyong. Interessenten sollten allerdings noch etwas warten.

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Ssangyong Tivoli

(Bild: Ssangyong)

Von
  • Martin Franz

Das Klein-SUV Tivoli ist der aktuelle Bestseller von Ssangyong auf dem deutschen Markt: 1231 Stück wurden im vergangenen Jahr hierzulande verkauft. Das ist etwas mehr als VW vom T-Roc absetzen konnte – pro Woche. Ein neuer Basisbenziner soll helfen, die Tivoli-Verkaufszahlen im vierstelligen Bereich zu halten.

Bisher gab es den Tivoli nur mit einem 136-PS-Diesel und einem 163-PS-Benziner. Beide lassen sich mit Allradantrieb und Sechsgang-Automatik aufwerten, was jeweils 2000 Euro Aufpreis kostet. Neu hinzu kommt ein 1,2-Liter-Dreizylinder mit 94 kW (128 PS) und 230 Nm. Allradantrieb und Automatik sind hier nicht geplant. Zu den Fahrleistungen gibt es noch keine Informationen. Den Verbrauch – erfasst im WLTP und zurückgerechnet auf den NEFZ – gibt Ssangyong mit 5,9 Litern an.

Ssangyong Tivoli (3 Bilder)

Der Ssangyong Tivoli wurde im vergangenen Jahr überarbeitet. Er ist das aktuell meistverkaufte Modell der Marke auf dem deutschen Markt.
(Bild: Ssangyong)

Erstaunlich ist die Entscheidung, die neue Version mit der Abgasnorm Euro 6d-Temp auf den Markt zu schicken. Sollte es tatsächlich dabei bleiben, wird der Hersteller spätestens im Herbst auf die Euro 6d umstellen müssen, will er seine Händler nicht mit einer Fülle von Autos bestücken, die nur noch bis Ende des Jahres erstmals zugelassen werden dürfen. Wie viele anderen Herstellern rechnet auch Ssangyong fest damit, dass die Kunden diese fragwürdige Politik mitmachen – oder nicht Bescheid wissen. Ein feiner Zug ist beides nicht.

Das neue Basismodell soll 15.490 Euro kosten – genau 1000 Euro weniger als das vergleichbar ausgestattete Modell mit dem 163-PS-Benziner. Dieses Geld lässt sich in ein Comfort-Paket investieren, was wohl fast alle Tivoli-Käufer auch machen werden. Es ist die einzige Möglichkeit, die Basis mit einer Klimaanlage auszustatten. Zu Konkurrenten wie Skoda Kamiq oder Kia Stonic bleiben, bei vergleichbarer Motorisierung, trotzdem noch ein paar Tausend Euro Ersparnis zugunsten des Tivoli.

(mfz)