Stadt auf Draht

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CitySense ist da ein deutlich schwereres Unterfangen, wie Joshua Bers, Wissenschaftler bei BBN und an dem Projekt beteiligt, freimütig zugibt. So müsse man es schaffen, das Netzwerk verlässlich genug zu machen - Hardware-Ausfälle könne man sich nicht leisten. "Wenn wir es der Wissenschaft zur Verfügung stellen wollen, muss das Netzwerk tadellos funktionieren. Niemand will ständig auf Laternen- und Telefonmasten in drei Metern Höhe klettern, um einen Knoten zurückzusetzen." Deshalb läuft auf jedem der Sensorsysteme eine Überwachungssoftware, die dieses automatisch zurücksetzt, sollten Probleme festgestellt werden.

Als Vernetzungsvariante setzt CitySense auf ein "Mesh" - also eine Vermaschung der einzelnen Knoten, die ihre Daten von Punkt zu Punkt weitergeben. Statt die Informationen direkt an einen entfernt liegenden Knoten zu senden, werden sie also durchgereicht. Das Mesh ist laut BBN derart gestaltet, dass es auch dann noch funktioniert, wenn einzelne Knoten ausfallen.

Neben dem Vernetzungsaspekt müssen sich die BBN- und Harvard-Forscher auch noch um die Verteilung der Hardware-Ressourcen kümmern. Da verschiedene Projekte und Anwendungen auf einem Knoten gleichzeitig laufen sollen, müssen sie einen Weg finden, Speicher und Prozessoren optimal auszulasten. Erste Ideen existieren bereits. (bsc)