Statistik der Woche: E-Bikes boomen in Deutschland

Der Anteil von E-Bikes im Fahrradmarkt legt zu. Wie unsere Infografik zeigt, stiegen die Verkaufszahlen von rund 530.000 in 2015 auf mehr als 600.000 in 2016.

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Die länger werdenden Tage und die steigenden Temperaturen treiben aktuell immer mehr Radfahrer zurück auf die Straße, unter ihnen eine zunehmende Zahl von E-Bike-Fahrern. 605.000 dieser mit einem Elektromotor ausgestatteten Fahrräder wurden laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) 2016 in Deutschland verkauft, das entspricht einem Wachstum von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Statistik der Woche

(Bild: 

shutterstock/3dmask

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In unserer wöchentlichen Rubrik präsentieren wir Zahlen, Kurven und Diagramme aus Technologie und Wissenschaft.

Wie die Infografik von Statista und Technology Review zeigt, sind E-Bikes nach Trekking- und Cityrädern der meistverkaufte Fahrradtyp. Schätzungsweise drei Millionen E-Bikes rollen hierzulande mittlerweile über die Straßen. Mittelfristig könnte der Marktanteil von jetzt 15 Prozent auf 18 bis 20 Prozent wachsen. Langfristig hält der ZIV sogar 30 Prozent für möglich.

Rund 99 Prozent der verkauften E-Bikes erreichen eine Maximalgeschwindigkeit von bis zu 25 Kilometern pro Stunde. Mit der zunehmenden Verbreitung steigt auch die Zahl der Unfälle mit Elektrofahrradbeteiligung. Von Januar bis September waren Pedelecs laut Statistischem Bundesamt in 3214 Unfälle (+39 Prozent gegenüber dem Vorjahr) verwickelt, bei denen 46 Menschen ums Leben kamen. Gleichwohl hält Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV), die gängigen Elektrofahrräder für "vergleichsweise harmlos, jedenfalls nicht gefährlicher als normale Räder. Auch da ist man ja ungeschützt und also immer gefährdeter, als wenn man im Auto sitzt. Vorsicht sollte immer walten, einen Radhelm sollte man immer aufsetzen." Von Modellen mit bis zu 45 Kilometern pro Stunde Elektrounterstützung rät Brockmann hingegen ab.

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