Statistik der Woche: Köcherfliegen besonders vom Insektensterben betroffen

An Studien zur Entwicklung von Insektenpopulationen mangelt es nicht. Unsere Infografik zeigt Hauptursachen für das Insektensterben und bedrohte Arten.

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Dass die Landwirtschaft eine der Hauptursachen für das weltweite Insektensterben ist, gilt wissenschaftlich als ausgemachte Sache. In einer Studie haben Francisco Sánchez-Bayo und Kris Wyckhuys 2019 die weiteren Ursachen unter die Lupe genommen. Statista hat die Aspekte in einer Infografik zusammengeführt. Anzumerken ist hierbei, dass man nach der Art der landwirtschaftlichen Nutzung unterscheiden muss. Während bei intensiver Landwirtschaft die Artenvielfalt abnimmt, kann die Anzahl bestimmter Arten bei einfachem Ackerbau wiederum zunehmen.

Statistik der Woche

(Bild: 

shutterstock/3dmask

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In unserer wöchentlichen Rubrik präsentieren wir Zahlen, Kurven und Diagramme aus Technologie und Wissenschaft.

Sánchez-Bayo und Wyckhuys haben für ihre Studie 73 Berichte über den Rückgang von Insekten aus der ganzen Welt untersucht. Weltweit sind demnach mehr als 40 Prozent der Insektenarten vom Aussterben bedroht. Als am stärksten betroffen machten die Wissenschaftler die Köcherfliegen, Schmetterlingsarten und knapp jede zweite Käferart aus.

Derweil konkretisiert eine neue Meta-Studie, erschienen im April 2020 im Fachmagazin "Science", die Entwicklung der weltweiten Insektenpopulationen, indem sie auch Berichte über positive Ente. So stellten Roel van Klink vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung in Leipzig und seine Kollegen eine Abnahme der an Land lebenden Insekten um neun Prozent pro Jahrzehnt fest. Bei den im Wasser lebenden Tieren verzeichneten sie hingegen eine Zunahme von elf Prozent pro Jahrzehnt. Dass aber auch das keine durchweg positive Nachricht sein muss, lesen Sie in dem Text "Insekten sterben weltweit".

(jle)