Statistik der Woche: Deutschland und die E-Mobilität

Wie kommt die Bundesrepublik beim Einsatz klimaschonender Elektrofahrzeuge voran? Unsere Zahlen sehen leider noch nicht sonderlich rosig aus.

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"Bis 2020 sollen mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. In 40 Jahren wird der städtische Verkehr so gut wie auf fossile Brennstoffe verzichten können", heißt es auf der Seite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Mit der Realität ist dieses Ziel derzeit nur schwer in Einklang zu bringen, wie die Infografik zeigt, die Technology Review und Statista zusammen erstellt haben.

Statistik der Woche

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shutterstock/3dmask

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In unserer wöchentlichen Rubrik präsentieren wir Zahlen, Kurven und Diagramme aus Technologie und Wissenschaft.

Denn: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nur 12.363 Elektroautos neu für den Straßenverkehr zugelassen. Anfang 2016 waren hierzulande gerademal 25.502 Elektro-PKWs unterwegs. Das entspricht 0,06 Prozent des Bestands. Auch die neue Kaufprämie des Bundes scheint bisher keine wesentlichen Impulse zu setzen. "Mit 4.000 Euro für ein Elektroauto haben wir einen zusätzlichen Kaufanreiz geschaffen. Bis August sind rund 1.800 Anträge für die Kaufprämie gestellt und bereits über 800 bewilligt. Dennoch muss noch wesentlich mehr Dynamik entstehen", so Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Anfang September.

Auch im europäischen Vergleich hängt Deutschland in Sachen Elektromobilität hinterher, wie eine Statista-Berechnung auf Basis von Daten der europäischen Automobile Manufacturers' Association (ACEA) zeigt. Demnach entfielen im ersten Halbjahr 2016 nur 0,61 Prozent aller Neuzulassungen auf Elektroautos (inkl. Plug-in-Hybride). Zum Vergleich: in den Niederlanden sind es immerhin 2,4 Prozent. Europäischer Spitzenreiter ist mit mehr als 28 Prozent Norwegen. ()