Statistik der Woche: Wie 10 Jahre Tinder unser Liebesleben verändert haben

Online-Dating ist mittlerweile zur Norm geworden. Nun feiert die Plattform Tinder einen runden Geburtstag. Zahlen und Fakten in unserer Infografik.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 25 Beiträge
Online-Dating
Von
  • René Bocksch

Mit dem Smartphone und Apps wie Tinder, Lovoo und Co. hat sich die Partnersuche weltweit stark verändert. Online-Dating ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und gehört mittlerweile vor allem bei der jüngeren Bevölkerung eher zur Norm, wie die Infografik von Statista und MIT Technology Review zeigt.

Laut einer Bitkom-Umfrage nutzt rund ein Drittel der in Deutschland befragten Personen mindestens ein Online-Angebot für die Suche nach dem Lebensgefährten oder der Lebensgefährtin. Dabei setzen die meisten auf Dating-Apps (69 Prozent) und Partnervermittlungen beziehungsweise Singlebörsen (68 Prozent). Über soziale Medien versucht immerhin die Hälfte der Umfrageteilnehmer, potenzielle Partner kennenzulernen.

Das “in die DMs sliden” – also das Anschreiben von Personen auf sozialen Medien per Privatnachricht mit dem Ziel, diese zu daten – ist bereits zu einem geflügelten Wort unter Social-Media-Nutzern geworden. Doch nicht jeder ist online auf der Suche nach etwas Festem – fünf bis sechs Prozent der Befragten gaben zu, dass sie Portale für erotische Kontakte oder sogar Seitensprünge nutzen.

Unter den Dating-Apps gibt es in Deutschland zwei klare Platzhirsche. Statista hat im Rahmen des Global Consumer Surveys App-Nutzer befragt, welche Apps sie zur Partnersuche verwenden. Etwa 42 Prozent der Befragten setzen auf Lovoo, 41 Prozent haben Tinder – das gerade einen runden Geburtstag gefeiert hat – auf dem Smartphone installiert. Über Badoo versuchen etwa 30 Prozent der Befragten ihr Glück, 20 Prozent nutzen Bumble – und Jaumo und Grindr bringen es auf etwa 12 Prozent. Die Umfrage zeigt darüber hinaus, dass die meisten Dating-App-Nutzer bei mehr als nur einem Portal angemeldet sind.

Statistik der Woche

(Bild: 

shutterstock/3dmask

)

In unserer wöchentlichen Rubrik präsentieren wir Zahlen, Kurven und Diagramme aus Technologie und Wissenschaft.

Das Geschäft mit der virtuellen Partnersuche ist ein weltweiter Erfolg. Der Statista Digital Market Outlook schätzt die Umsätze im Bereich Online-Dating für Deutschland im Jahr 2022 auf rund 109 Millionen Euro. Damit ist die Bundesrepublik einer der größten Märkte weltweit – mit gewaltig Luft nach oben. In den USA sollen in diesem Jahr beispielsweise rund 1,3 Milliarden Euro mit Dating-Apps und entsprechenden Websites erwirtschaftet werden – rund 12-mal mehr als hierzulande.

(jle)