Statistik der Woche: Wie dick ist Deutschland?

Der Unterschied zwischen tatsächlichem Wert und Selbsteinschätzung wird besonders bei Befragungen zum Gewicht deutlich, wie unsere Infografik zeigt.

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Von
  • Mathias Brandt

Übergewicht wird immer mehr zum Problem. Derzeit ist laut aktuellen OECD-Daten fast jeder vierte Deutsche ab 15 Jahren fettleibig. Etwas anders sieht es aus, wenn die Bundesbürger ihr Gewicht selber einschätzen sollen. Einer Anfang des Jahres veröffentlichten TK-Studie zufolge schätzen sich nur acht Prozent der Erwachsenen hierzulande als stark übergewichtig ein, weitere 39 Prozent attestieren sich leichtes Übergewicht.

Statistik der Woche

(Bild: 

shutterstock/3dmask

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In unserer wöchentlichen Rubrik präsentieren wir Zahlen, Kurven und Diagramme aus Technologie und Wissenschaft.

Den Versuch unternommen, etwas Gewicht loszuwerden, haben trotzdem viele schon mal: Wie die Infografik von Statista und Technology Review zeigt, hat jede dritte Frau mehrere Diäten hinter sich, bei den Männern immerhin jeder Fünfte. Im Vergleich mit den USA sind die Deutschen aber noch schlank unterwegs. Die OECD taxiert den adipösen Bevölkerungs-Anteil auf rund 38 Prozent. Damit führen die US-Amerikaner die Statistik mit großem Vorsprung an.

Aber die offiziellen Zahlen müssen mit einer gewissen Vorsicht interpretiert werden. Grund ist die Art der Datenerhebung. Während in den USA und Deutschland den Werten tatsächliche Messergebnisse zugrunde liegen, sind es in vielen anderen Ländern – wie zum Beispiel Frankreich oder Italien –Befragungsergebnisse, also Selbsteinschätzungen der Betroffenen. Wie auch die TK-Studie nahelegt tendieren Menschen in Befragungen dazu, den Grad der Fettleibigkeit beziehungsweise des Übergewichts zu unterschätzen. Mit geschlechtsspezifischen Unterschieden: Frauen überschätzen ihr Gewicht eher, während sich Männer für leichter halten als sie tatsächlich sind.

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(jle)