Studie zur Mobilität: Was Corona verändert hat

Die Pandemie hat das Mobilitätsverhalten in Deutschland verändert, auch hinsichtlich der Erwartungen für die Zukunft, wie eine Umfrage zeigt.

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(Bild: Mobil in Deutschland e.V.)

Von
  • Martin Franz

Die Corona-Pandemie hat Spuren im Mobilitätsverhalten der Deutschen hinterlassen. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für Demoskopie (IfD) Allensbach im Auftrag der Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) hervor. Interessant erscheint dabei vor allem, dass die Befragten vorgaben, auch langfristig bestimmte Veränderungen beizubehalten. Das Auto bleibt für viele ein wichtiges Verkehrsmittel.

So gaben 76 Prozent der Befragten an, mehrmals in der Woche ein Auto zu benutzen, das Fahrrad kommt inzwischen auf 46 Prozent. Diese beiden Verkehrsmittel dominieren auch bei der Frage, welche Verkehrsmittel "unverzichtbar" sind. Der regionale Nahverkehr, Busse wie Bahnen, liegt deutlich dahinter. Das ist durchaus bemerkenswert, denn nach den Wünschen befragt, steht ein Ausbau des ÖPNV an erster Stelle, knapp vor einen Assistenten, der bei Unfall oder Panne selbstständig Hilfe herbeiholt. Ein Verlangen nach mehr Fahrverboten und weiteren Vorgaben und Vorschriften für die Mobilität verspürt nur eine Minderheit.

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Die Elektromobilität wird weiterhin kritisch gesehen. Nur für rund 24 Prozent der Befragten käme derzeit ein E-Auto infrage. Dabei nimmt die Skepsis im Detail sogar zu. "Es gibt zu wenige Ladesäulen": Dieser Ansicht waren im vergangenen Jahr 60 Prozent, nun 69 Prozent, obwohl in diesem Bereich eine Menge passiert.

Der These "Es ist fragwürdig, ob E-Autos wirklich umweltfreundlicher sind" stimmten 2019 schon 48 Prozent zu, in diesem Jahr sind es sogar 59 Prozent. Der umfangreich diskutierte "Policy Brief" des Instituts für Wirtschaft dürfte dazu beigetragen haben, weitere Unsicherheit in diesem Bereich zu schüren.

Der Mobilitätsmonitor 2020 (17 Bilder)

(Bild: acatech)

(mfz)