Tech2go – Der Podcast von Technology Review

In dem monatlichen Podcast sprechen TR-Redakteure über das große Debatten-Thema aus dem aktuellen Heft. Hier stehen alle Audio-Beiträge in der Übersicht.

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Tech2go – Der Podcast von Technology Review
Von
  • Jennifer Lepies

Noch ist Kernfusion als saubere Energiequelle ein Traum: Fusionsreaktoren sollen irgendwann einmal das Innere der Sonne auf die Erde holen und uns mit nahezu unendlicher Energie versorgen. Seit Jahrzehnten dümpeln Großforschungsprojekte mit diesem Ziel vor sich hin. Parallel entsteht jedoch eine Szene aus Privatunternehmen, die auf unterschiedlichen Wegen schneller zum Ziel kommen wollen.

Wir erklären, was Fusion überhaupt ist und weshalb sie - obwohl eine Form der Atomenergie - nichts mit klassischer Atomenergie zu tun hat. Und weshalb es sich jetzt gerade lohnt, darüber zu sprechen. Eine spannende Rolle in dem Wettrennen um den ersten Fusionsreaktor spielt ein deutsches Startup: Mit einer ganz besonderen Technologie, Tunneleffekten und Quantenzuständen.

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Wie sieht es mit dem „Recht auf Reparatur“ in der Praxis aus? Das ist Thema dieser Tech2go-Ausgabe. Gesprächspartner ist Steffen Vangerow, Geschäftsführer der Vangerow GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Reutlingen ist eine unabhängige Reparaturwerkstatt, die unter anderem Funk-Autoschlüssel repariert oder alte Röhrenradios internetfähig macht.

Ein zentrales Problem für freie Werkstätten sei die Ersatzteilversorgung, sagte Vangerow im Podcast: „Es gibt zwei Dinge, über die ich mich besonders ärgere. Das eine ist Vorwerk, die uns komplett nicht mehr mit Ersatzteilen für den Thermomix beliefern – nicht einmal mehr mit Zubehör, das jeder Endkunde bestellen darf.“ Auch die Zulieferer würden verpflichtet, freie Werkstätten nicht mit Ersatzteilen zu beliefern.

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Citizen Scientists – Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler – werden für die Forschung immer wichtiger. Das gilt nicht nur für einfache Handreichungen wie etwa das Zählen von Singvögeln im Garten für biologische Forschungsprojekte, sondern mittlerweile mehr und mehr für die Medizinwissenschaft. Denn hier werden nun langsam die Menschen einbezogen, die besonders viel von seltenen, schweren und chronischen Krankheiten verstehen: die Patientinnen und Patienten selbst.

Was kann man nun von solchen Forschungsprojekten erwarten? Sind die Ergebnisse tatsächlich so gut und sicher wie die aus der klassischen medizinischen Forschung und was kann Citizen Science in Zukunft noch bewegen? Mit dabei sind zwei ausgewiesene Experten – Nils Heyen, Soziologe vom Fraunhofer ISI sowie Silvia Woll aus der Forschungsgruppe "Gesundheit und Technisierung des Lebens" des KIT, die beide an medizinischen Citizen-Science-Projekten arbeiten.

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Dass KI-Systeme in militärischen Auseinandersetzungen eingesetzt werden, um einen Geschwindigkeitsvorteil zu erringen, könnte zu einer verhängnisvollen Dynamik führen, warnt die Politologin Ulrike Franke. Franke hat Politikwissenschaften und in Oxford über die Verwendung von Drohnen durch westliche Streitkräfte promoviert. Sie ist Policy Fellow am Londoner Think Tank European Council on Foreign Relations (ECRF) und arbeitet dort zu der Frage wie Künstliche Intelligenz (KI) das Militär verändert.

„Wenn ein Akteur in seinem Arsenal sehr autonome und deswegen sehr schnell handelnde Systeme hat, dann kann man diesen Systemen eigentlich nur beikommen mit ähnlich schnell handelnden Verteidigungssystemen“ sagt Franke. Das Szenario, dass alle Seiten hochautonome Waffen haben ist auch deshalb besorgniserregend, weil diese Systeme auch aufeinander reagieren könnten. Es ist vorstellbar, dass es zu „Flash Wars“ kommt – „Konflikten, analog zum Flash Crash an der Börse, wo automatisierte Systeme in Sekundenschnelle Kursabstürze erzeugen, weil sie sich gegenseitig beeinflussen und überreagieren“.

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238 für den Personenverkehr stillgelegte Bahnstrecken mit einer Gesamtlänge von mehr als 4000 Kilometern hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zur Reaktivierung vorgeschlagen. Im Podcast „Tech2go“ des Magazins Technology Review berichtet Martin Henke, VDV-Geschäftsführer für den Bereich Eisenbahn, über die „immense“ Resonanz auf diesen Vorschlag.

„Ich bin jetzt mehr als 20 Jahre Geschäftsführer beim VDV, aber so eine Reaktion hat es noch nie gegeben“, sagte er im Podcast. „Eine sofortige Reaktion der Politik war, das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz mit erheblich besseren Voraussetzungen für die Reaktivierung und Elektrifizierung von Bahnstrecken auszustatten.“ Der Bund übernehme nun 90 Prozent der Kosten. Doch warum sollte sich eine Strecke heute eher tragen als zu der Zeit, als sie stillgelegt wurde? Eine Grund dafür ist laut Henke ein gestiegenes Umweltbewusstsein. Vor allem aber habe sich die Finanzierung geändert. „Zu Zeiten der alten Bundesbahn sind teilweise Strecken stillgelegt worden, gerade weil sie viele Nutzer hatten – die DB hat mit jeder Fahrkarte Verlust gemacht. Dementsprechend schnell wollte sie sich aus dem Nahverkehr zurückziehen.“

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Atomenergie scheint im Aufschwung zu sein: Da wäre etwa die Fertigstellung eines Kernreaktors in den Vereinigten Arabischen Emiraten – nach einer relativ kurzen Planungs- und Bauzeit von zwölf Jahren. Zum Vergleich: Der „Europäische Druckwasserreaktor“ (EPR) im finnischen Olkiluoto sollte schon 2012 ans Netz gehen, wird aber frühestens 2022 Strom produzieren. Daneben gibt es eine Reihe neuer Projekte, die ebenfalls versprechen, Kernenergie sicherer und preiswerter zu machen: modulare, natriumgekühlte Reaktoren, Kugelhaufen- und Traveling-Wave-Reaktoren.

TR-Redakteur Wolfgang Stieler äußert sich im TR-Podcast allerdings skeptisch, dass irgendeines dieser Konzepte der Kernenergie wirklich zu einer Renaissance verhelfen kann: Der Reaktor in den Emiraten sei zwar preiswerter als die noch im Bau befindlichen EPR, dafür aber technisch veraltet und entsprechend unsicher. Ihm fehle ein „Core Catcher“, der bei einer Kernschmelze das flüssige, hochradioaktive Metall auffangen soll, bevor es sich in den Boden frisst. Und die anderen Ansätze mögen zwar sicherer sein, aber ob sie wirklich wirtschaftlich seien, ist laut Stieler höchst zweifelhaft. In der aktuellen Ausgabe 12/2020 der Technology Review hat erden aktuellen Stand zudem in zwei Artikeln zusammengefasst.

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2015 schrieb der Autojournalist Clemens Gleich über den Versuch, ein E-Auto zu laden: „Zur Echtzeit bestanden alle Äußerungen darüber aus einer solchen Überzahl an Kraftwörtern, dass sie unverständlich wie ein Tourette-Anfall wurden.“

In dieser Folge des Podcasts spricht er darüber, wie sich die Ladeinfrastruktur seitdem verändert hat. Seine zentrale Erkenntnis: „Es gibt eine Lernkurve zu verzeichnen, sie ist aber nicht steil.“

So habe vor allem die „Economy of Scale“, also die großflächige Verbreitung von Ladesäulen, zu einer solideren Technik geführt. Andererseits hätte sich die damalige Annahme, die Unterhaltskosten von Elektroautos seien wegen geringerer Strom- und Wartungskosten niedriger als die von Verbrennern, als „extrem optimistisch“ herausgestellt. Für die aktuelle Ausgabe 11/2020 von Technology Review hat Clemens Gleich den aktuellen Stand der Ladeinfrastruktur auch in einem Artikel zusammengefasst

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Die Titelgeschichte TR-Heft 10/20 dreht sich um die großen offenen Fragen der Physik. Moment mal, werden Sie vielleicht sagen, ist das nicht Grundlagenforschung? Was hat das mit Technologie zu tun?

Eine ganze Menge, weiß TR in seiner neuen Podcast-Folge. Denn oftmals führen grundlegende Erkenntnisse in den Naturwissenschaften, vor allem in der Physik, zu Technologie, die man sich zunächst gar nicht vorstellen kann. Die Quantenmechanik, in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt, führte zur moderenen Mikroelektronik. Demnächst vielleicht zu Quantencomputern und wirklich abhörsicheren Quantenetzen. Ohne Relativitätstheorie hätten wir kein GPS und so weiter.

Aber diese Theorien funktionieren für sich genommen zwar gut. Aber nicht in der Kombination. Um zu diskutieren, warum das ein Problem ist, und wie das alles zusammenhängt, sprechen wir mit einer sehr kompetenten Gesprächspartnerin: Sabine Hossenfelder. Sie ist nicht nur theoretische Physikerin, die an Themen wie der Quantengravitation forscht, sondern auch erfolgreiche Autorin (Buch: Das Hässliche Universum) und Youtuberin (Backreaktion), die in ihrem Kanal Dinge wie Quantenmechanik, schwarze Löcher und ähnliches.

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In den letzten Monaten lief ein ungeplantes und unfreiwilliges weltweites Massenexperiment mit unseren Kindern: Schulen zu, Rechner an, Schule findet ab sofort zu Hause statt. In unserem aktuellen Heft ziehen wir eine vorläufige Bilanz zu der Frage: Hat Covid-19 die Digitalisierung der Schulen vorangebracht? Ist die Schule fit für die Digitale Welt? Darum geht es unter anderem im September-Heft von Technology Review.

In unserer neuen Podcast-Folge will TR wissen: Was ist digitales Lernen überhaupt? Bringt es unsere Kinder voran – auch wenn wir nicht gerade durch eine Pandemie in die Digitalisierung gezwungen werden? Weshalb reicht der Digitalpakt offensichtlich nicht aus? Was ist jetzt wichtig, um die Schulen ins 21. Jahrhundert zu überführen? Was bedeutet das für die Lehrenden und wie lernen Lehrende digital zu lehren?

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"Das war wohl nix" – das ist das unglückliche Motto von so manchen technischen Errungenschaften, die sich nicht durchsetzen konnten. In unserer neuen Podcast-Folge werfen wir einen Blick auf diese Fehlschläge und schauen, ob sie nicht doch das Sprungbrett zu besseren Innovationen waren – oder hätte man sich manche Irrtümer einfach sparen können?

In dem erlesenen "Fail-"Club begrüßen wir unter anderem die Concorde, Schnelle Brüter, Atombomben, um Wasserwege zu sprengen, radioaktives Radium in der Zahnpasta und Kino für alle Sinne. Die TR-Redakteurin Jo Schilling spricht mit ihrem Kollegen Gregor Honsel über diese Flops. Er hat den dazugehörigen Fokus in unserem neuen August-Heft betreut und sich über die Vorschläge von Autorinnen und Autoren gefreut, die so zahlreich eingingen wie bei keinem anderen Fokus-Thema zuvor.

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Welchen Anteil hat der Klimawandel schon heute an Unwetterkatastrophen? Diese Frage leitet unsere neue Podcast-Folge. Wir wollen damit den Klimawandel von der Zukunft in die Gegenwart holen. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Attribution Sciences, die Zuordnungswissenschaften. Damit sollen zugleich die Chancen steigen, sogar Schadensersatzklagen gegen CO2-Sünder auf den Weg zu bringen. Für Schäden und Todesopfer durch Wirbelstürme, Waldbrände, Hitze oder Starkregen könnten Beträge im Milliardenhöhe fließen.

Mit diesem Themenkomplex greifen wir auch den Titel unseres aktuellen Juli-Heftes auf: Die Klima-Ermittler. Eine dieser ErmittlerInnen ist Friederike Otto. Sie ist Professorin am Institut für Umweltveränderungen an der Universität Oxford und eine der Mitbegründerinnen der Attribution Science. Sie untersucht, welchen Anteil der Klimawandel an Wetterkatastrophen hat, etwa an Waldbränden, Dürren oder Übflutungen. Sie ist heute unser Gast in der Podcast-Folge und aus Oxford zugeschaltet.

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Diese Folge von Tech2go hat einen Sponsor: Blinkist ist eine App, mit der man mehr als 3.000 Sachbücher in je nur 15 Minuten lesen oder anhören kann. Es gibt neue Ratgeber und Klassiker aus mehr als 25 Kategorien wie Wissenschaft, Technologie, Zukunft und persönlicher Entwicklung, mit Tipps und Tricks für Alltag und Beruf. Jeden Monat kommen etwa 40 neue "Blinks" hinzu. Für alle, die nach den Blinks tiefer ins Thema einsteigen wollen, gibt es nun auch Hörbücher in voller Länge. Zuhörer von Tech2go erhalten einen 25% Rabatt auf das Jahresabo "Blinkist Premium" über den Link blinkist.de/tech2go. Blinkist kann sieben Tage lang kostenlos getestet werden.


In unserer zweiten Folge widmen wir uns dem Thema der Künstlichen Intelligenz. Passend dazu dreht sich die Titelgeschichte unseres Juni-Heftes um eine neue Generation Computer-Chips speziell für KI-Anwendungen. Diese Chips orientieren sich an dem biologischen Vorbild für intelligenten Umgang mit Daten: dem Gehirn.

Daher wollen wir einmal hinter die Kulissen der Entwicklungen um künstliche Intelligenz blicken. Wo hat der KI-Gedanke eigentlich seinen Ursprung? Was kann KI heute und was nicht? Sind die Grenzen künstlicher Intelligenz technischer Natur – können neue Chips dabei helfen, diese Grenzen aufzuheben? Sind wir überhaupt ein gutes Vorbild?

Das sind Fragen, die nicht nur unsere Redakteurin Jo Schilling umtreiben. Rede und Antwort wird ihr der Kollege Wolfgang Stieler stehen, der TR-Experte für Künstliche Intelligenz.

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Für die erste Folge haben wir uns spannenden Zündstoff ausgedacht: Wasserstoff. Das Thema sorgt nicht nur unter Forschern, Entwicklern und Politikern für lebhafte Diskussionen, sondern regelmäßig auch innerhalb unserer Redaktion.

In unserer ersten Folge werden die Chancen und Grenzen von Wasserstoff diskutiert. Ist eine auf Wasserstoff basierende Wirtschaft möglich? Wie sollte sie aussehen? Diese Fragen bilden den Rahmen für das Gespräch zwischen TR-Redakteurin Jo Schilling und TR-Redakteur Gregor Honsel.

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(jle)