Technikirrtümer: Radium und Plowshare

Wie bahnbrechende Entdeckungen selbst Forscher zu großen Dummheiten verleiten können.

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Frauen beim Bemalen von Uhren mit Radium.

(Bild: Public Domain)

Von
  • Thomas Brandstetter
  • Tim Schröder
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Fehler fördern den Fortschritt – doch nur, wenn man aus ihnen auch etwas lernt. Technology Review hat deshalb einige Flops der Technikgeschichte ausgewählt und beleuchtet diese näher – wie die Concorde. In Kürze folgen weitere Artikel über: Alchemie, 3D-Filme und Geruchskino.

Es waren aufregende Zeiten in den Naturwissenschaften, als Marie Curie gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre 1898 feststellte, dass im Uranerz noch ein weiteres, viel stärker radioaktives Element steckte. Gerade erst hatte Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannte Strahlung entdeckt, und das uns heute so geläufige Konzept vom radioaktiven Zerfall war noch nicht bekannt. Mit den ersten Hinweisen auf Atomkerne und den Anfängen der Quantenphysik ging es dann Schlag auf Schlag. Die öffentliche Begeisterung für die Fortschritte der Wissenschaft war enorm.

Die Curies nannten ihr neues Element Radium ("das Strahlende"), und schon bald wurde ihnen klar, dass es auch eine starke Wirkung auf den menschlichen Körper hatte. In einem Selbstversuch legte sich Pierre eine mit Radium gefüllte Kanüle auf den Arm und stellte schon nach kurzer Zeit eine sonderbare Form der Verbrennung fest. Und Marie soll bereits früh über verbrannte Fingerspitzen geklagt haben – ein Resultat ihres häufigen Hantierens mit dem neuen Element.

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