Tracking ohne Cookies: Nutzer-IDs ermöglichen personalisierte Werbung

Da Apple und Google maßgeschneidete Anzeigen für Surfer erschweren, erhalten spezialisierte ID-Provider eine große Bedeutung für Onlinemarketing-Unternehmen.

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(Bild: PopTika / shutterstock.com)

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  • Torsten Kleinz
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Ein Großteil der Onlinewerbung orientiert sich am Interessenprofil, das der Werbetreibende dem Nutzer zuordnet: "Männlich, über 30, Kinder, am Kauf von Autos und Pauschalreisen interessiert" zum Beispiel. Diese Werbeprofile – und die einschlägige Werbung – folgen den Nutzern nicht nur von Website zu Website, sondern auch von Gerät zu Gerät.

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Damit das funktionieren kann und damit Werbekonzerne aus den Besuchen verschiedener Websites überhaupt das Profil eines Surfers zusammenstellen können, müssen sie ihn eindeutig wiedererkennen. In den Desktop-Browsern übernehmen bislang Third Party Cookies diese Aufgabe. Die beiden großen Mobilbetriebssysteme Android und iOS enthalten zudem spezielle, eindeutige Werbekennungen.

Apple setzt auf mehr Privatsphäre für seine Nutzer. Das Unternehmen hat seinem Browser Safari auf dem Desktop einen Tracking-Blocker verpasst und schloss andere Firmen von der Nutzung der iOS-Kennung aus, sofern die Nutzer das wünschen. Das hatte zur Folge, dass der Werbepreis für Anzeigen auf Apple-Geräten einbrach. Mark Zuckerberg sagte bei Verkündung der Quartalszahlen der Facebook-Mutter Meta, dass Apples neue Datenregeln seinen Konzern im Jahr 2022 insgesamt 10 Milliarden Dollar kosten würden.