VW ID.3: Tiefer Einblick in die Technik

Mit dem ID.3 macht VW vieles technisch komplett anders als bisher und zeigt damit auf, wie es mit der Elektromobilität bei Volkswagen weitergehen soll.

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VW ID.3

Der ID.3 ist das vorerst kleinste Modell auf Basis den MEB. Kürzere Fahrzeuge sind allerdings in Vorbereitung.

(Bild: VW)

Von
  • Thiemo Fleck
  • Johannes Wiesinger
Inhaltsverzeichnis

Im Gegensatz zu den bisherigen reinen Elektrofahrzeugen von VW, die allesamt von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor abgeleitet waren, setzt die Konstruktion des VW ID.3 auf den neuen, MEB genannten „Modularen E-Antriebs-Baukasten“ auf. Auf die Komponenten dieser Plattform sollen alle künftigen E-Autos des Volkswagen-Konzerns zugreifen können. Die Bodengruppe, die Fahrwerks-, Brems-, Batterie- und Antriebselemente sind so gestaltet, dass sie für unterschiedliche Fahrzeugtypen und Anwendungsfälle leicht anpassbar oder skalierbar sind. Der ID.3 wird zunächst das kleinste Modell auf dieser Plattform sein. Bereits in Vorbereitung sind unter anderem das SUV ID.4 sowie ein Transporter, der ID.Buzz. Volkswagen will in den nächsten Jahren bis zu 20 E-Modelle auf dieser Plattform bauen.

Strom vs. Sprit: Wer fährt günstiger?

Als kleinstes Modell auf dieser Plattform ist der ID.3 ungefähr so lang wie ein aktueller Golf, hat jedoch einen längeren Radstand als dieser. Der ID.3 ist 4261 mm lang, 1809 mm breit und 1552 mm hoch – bei einem Radstand von 2765 mm. Sein Leergewicht beträgt nach DIN minimal 1719 kg, die maximale Zuladung je nach Ausstattung zwischen 416 und 541 kg. Seine Stirnfläche ist 2,36 m2 groß, was einen cW-Wert von 0,267 ermöglicht. Der Wendekreis ist 10,2 m klein. Das Fehlen der durch den Heckantrieb vorne nicht notwendigen Gelenkwellen erlaubt hier größere Radeinschläge und verleiht dem ID.3 die Wendigkeit eines kleineren Fahrzeugs, was in der Stadt spürbare Vorteile bringt.

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Alle Fahrzeuge der ID.-Baureihe auf MEB-Plattform werden ausschließlich mit rein elektrischem Antrieb angeboten. Dieser Antrieb wurde auf effiziente Zusammenarbeit mit der Batterie optimiert, um ein gutes Verhältnis von Reichweite und Kosten zu erzielen. Durch den konstruktiven Ansatz ergeben sich aber auch zahlreiche Vorteile im Hinblick auf das Package – also die Anordnung der Antriebskomponenten und Zusatzaggregate – sowie der Platzverhältnisse im Innenraum. Im ID.3 besteht der Antrieb aus dem E-Heckmotor mit Untersetzung, einer im Unterboden angeordneten Hochvolt-Batterie und den im Vorderwagen integrierten Zusatzaggregaten wie Klimakompressor oder Lenkgetriebe.