VW: Meinungsverschiedenheiten über Wunsch-Vorstand von Konzernchef Diess

Der im Sommer nur mühsam beigelegte Streit zwischen VW-Konzernchef Herbert Diess und der Arbeitnehmerseite könnte sich an Personalvorstellungen neu entzünden.

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Diess stößt auf Widerstand gegen seine Wunschkandidaten für die Vorstandsposten von Finanz- und Einkaufsressort.

(Bild: VW)

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  • dpa

Diess stößt im Kontrollgremium der Wolfsburger auf Widerstand gegen seine Wunschkandidaten für die neu zu besetzenden Vorstandsposten des Finanz- und Einkaufsressorts. Das meldet heute (Mittwoch, 25. Nov. 2020) die Deutsche Presse-Agentur.

Zudem soll er auch erneut eine frühzeitige Verlängerung seines eigenen, bis 2023 laufenden Vertrags ins Spiel gebracht haben. Mit einem solchen Vorschlag war er dem Vernehmen nach bereits im Sommer gescheitert – was unter anderem zu einem Eklat mit dem Aufsichtsrat führte, in dessen Folge sich Diess öffentlich entschuldigen musste.

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Aus Kreisen der Kontrolleure hieß es mit Blick auf die diskutierten Top-Personalien, Diess habe "gewisse Vorstellungen", die er in die Debatte einbringe. "Da gibt es Meinungsverschiedenheiten." Für Entscheidungen sei aber noch Zeit bis Februar oder März. Unabhängig davon gelte: "Die Eigentümer stehen weiter hinter Herrn Diess."

Über neue Unstimmigkeiten hatten auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Betriebsratschef Bernd Osterloh teilte am Mittwoch über das Online-Netzwerk Linkedin mit, er wisse von keinem Streit über Vorstandsposten: "Mit dem Thema Personalien hat sich auch noch gar kein Aufsichtsratsgremium befasst." Er sei optimistisch, dass der Aufsichtsrat die richtige Wahl treffen werde, um mit den richtigen Kandidatinnen oder Kandidaten den Umbau der nächsten Jahre zu gestalten und "Volkswagen gemeinsam mit Herbert Diess an der Spitze in den nächsten Jahren erfolgreich weiterzuentwickeln."

(fpi)