Verdopplung von Pkw mit alternativem Antrieb in einem Jahr

Alternative Antriebe nehmen in Deutschland rasch zu. Mehr als jeder fünfte Pkw, der zwischen Januar und Oktober neu zugelassen wurde, fährt mit Strom oder Gas.

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Nicht jedes Stromauto ist so bescheiden wie dieser Citroën Ami, ein Elektro-Leichtkraftwagen für die städtische Mobilität.

(Bild: Citroën)

Von
  • Florian Pillau
  • mit Material der dpa

Die Anzahl der Neuzulassungen von Pkw mit Elektroantrieb verdoppelte sich innerhalb eines Jahres. Erdgasfahrzeuge legen seit dem zweiten Halbjahr deutlich zu, wie aus einem Monitoringbericht der Deutschen Energie Agentur (Dena) vom Dienstag hervorgeht. Demnach hat sich ihr Marktanteil im Vergleich zum vergangenen Jahr verdoppelt: 2019 machten alternative Antriebe nicht einmal zehn Prozent bei den Neuzulassungen aus.

So stieg die Anzahl von neu zugelassenen Autos mit Plug-In-Hybridantrieb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwa um knapp 300 Prozent auf rund 130.740 Fahrzeuge. Elektroautos mit ausschließlichem Batterieantrieb legten um knapp 130 Prozent zu, rund 121.500 Stück wurden neu zugelassen.

"Trotz des Absatzrückgangs in der Automobilbranche machen die Pkw mit alternativen Antrieben einen massiven Sprung", sagte Dena-Chef Andreas Kuhlmann dem Bericht zufolge. Die Dena sieht als Grund vor allem die Prämien des Bundes, die einen neuerlichen Kaufanreiz geschaffen hätten.

Um die Autobranche durch Covid-19-Krise und Energiewende zu tragen, bekommen Käufer von Elektro- und Hybridwagen Zuschüsse von maximal 9000 Euro. Neben reinen E-Modellen werden bisher auch die Plug-in-Hybride gefördert, die von einem Diesel- oder Ottomotor unterstützt werden. Umweltschützer sehen dies als Mogelpackung.

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(fpi)