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Videocodec AV1: So effizient arbeitet der lizenzkostenfreie HEVC-Herausforderer

Der lizenzkostenfreie Videocodec AV1 verspricht eine höhere Kodiereffizienz als die Platzhirsche AVC (H.264) und HEVC (H.265). Aber wie funktioniert das?

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Der Advanced Video Codec (AVC bzw. H.264) ist auf so ziemlich allen videofähigen Geräten zu finden, egal ob Smartphone, Computer, Kamera oder Blu-ray Player. Allerdings hat AVC inzwischen nicht nur 16 Jahre auf dem Buckel, sondern ist ebenso wie sein designierter Nachfolger High Efficiency Video Codec (HEVC bzw. H.265) mit Patenten belegt, sodass Lizenzgebühren anfallen. Letztere sind Google und anderen ein Dorn im Auge.

Als möglichen Ausweg aus dem Patent-Dschungel hat Google schon vor Jahren den Videocodec-Spezialisten On2 (VP8, VP9) übernommen und dessen Codecs lizenzkostenfrei unter Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Google ist dabei sein eigener bester Kunde und setzt VP9 neben AVC beispielsweise bei YouTube ein. Doch VP9 wurde von anderen nur zögerlich angenommen. Mit der inzwischen verfügbaren Rechenleistung, Fortschritten in der Kompressionstechnologie und neuen Anforderungen für ultrahochaufgelöste Inhalte war die Zeit reif für eine Ablösung.

Diese Vorgeschichte dürfte 2015 einen wichtigen Beitrag zur Gründung der Alliance for Open Media (AOM) geleistet haben. Deren Ziel es ist, lizenzkostenfreie Medienformate zu entwickeln und zu verbreiten. Hierzu haben sich viele Technologie- und Streaming-Schwergewichte zusammengeschlossen – unter anderem sind Google, Netflix, Amazon, Facebook, Apple, Samsung, Cisco, Microsoft, Mozilla, Intel, AMD und ARM an Bord. Mit AV1 hat die AOM ihren ersten Videocodec spezifiziert. Wir erläutern, worin er sich von seinen Vorgängern unterscheidet und wie er sich in puncto Kodiereffizienz schlägt.

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