Vorstellung: Porsche Cayenne GTS

Der Cayenne GTS erhält einen neuen V8-Biturbomotor mit vier Litern Hubraum, reichlich Leistung sowie allerlei Dynamikfolklore innen und außen.

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Porsche Cayenne GTS

Zwischen Cayenne S und Turbo hat Porsche noch eine Lücke ausgemacht - und füllt sie wieder mit einem GTS.

(Bild: Porsche)

Von
  • Christian Lorenz

Der Porsche Cayenne GTS erhält einen neuen V8-Biturbomotor mit vier Litern Hubraum und 338 kW (460 PS) Leistung. Der sowohl als SUV als auch als sogenanntes SUV-Coupé erhältliche „Sportgeländewagen“ beschleunigt im günstigsten Falle in 4,5 s auf Tempo 100 und läuft bis zu 270 km/h schnell. Zum Paket gehören auch optische und technische Modifikationen, die das SUV besonders sportlich machen sollen. Die Preise beginnen bei ziemlich genau 114.000 Euro, das Coupé kostet 4400 Euro Aufpreis.

Porsche Cayenne GTS (8 Bilder)

Porsche hat den Cayenne GTS überarbeitet. Das leer mindestens 2250 kg schwere „Sport-SUV“ erhält, im Gegensatz zum Vorgänger mit V6, wieder einen V8-Motor. Der Biturbo-Direkteinspritzer leistet 338 kW (460 PS).
(Bild: alle: Porsche)

Die Geschichte des Cayenne GTS begann 2007 mit einer Modellpflege des Ur-Cayenne (Typ 9PA), die neben einer überarbeiteten Frontpartie ein neues Motorenprogramm mit Direkteinspritzern brachte. Der GTS ist seitdem eine leistungsgesteigerte, tiefergelegte und noch deutlicher auf Sportlichkeit getrimmte Version, die vom Cayenne S abgeleitet ist. Auch der Motor des GTS basierte auf dem V8 des Cayenne S.

Der Wechsel von V8- und V6-Motoren zieht sich durch die Geschichte des Cayenne GTS wie seines vergleichsweise zivilen Basismodells Cayenne S. Mit dem neuen 4,0-Liter-Biturbo-V8 mit 338 kW (460 PS) und 620 Nm Drehmoment emanzipiert sich der GTS. Erstmals basiert der GTS-Motor auf dem V8 des Topmodells Cayenne Turbo. Dabei wurde aber auf einen mit 66 kW (90 PS) ausreichenden Leistungsvorsprung für den Cayenne Turbo geachtet. Der Cayenne S fährt weiterhin mit einem aufgeladenen V6-Motor.

Der neue Cayenne GTS hat gegenüber seinem Vorgänger mit 3,6-Liter-V6-Biturbo 14 kW (19 PS) mehr Leistung. Porsche verspricht eine Beschleunigung von 4,8 Sekunden im Standardsprint, mit dem aufpreispflichtigen Sport-Chrono-Paket soll es gar nur 4,5 Sekunden sein. Angesichts des schmalen Leistungszuwachses knapp oberhalb der Serienstreuung sind das wahrlich bemerkenswerte Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger, der mit 2185 kg auch noch 65 kg weniger schwer war.

Der V8-Direkteinspritzer verfügt über eine adaptive Zylinderabschaltung, die im Teillastbereich die Hälfte der Zylinder stilllegt. Er ist mit einer Achtgang-Wandlerautomatik von Aisin gekoppelt. Im WLTP nennt Porsche einen Verbrauch ab 13,3 Litern – der serienmäßige 90-Liter-Tank scheint keineswegs zu klein dimensioniert.

Das Serienfahrwerk mit Stahlfedern, adaptiver Dämpferregelung Porsche Active Suspension Management (PASM) sowie Porsche Torque Vectoring Plus (PTV plus) zeigt deutlich, dass es mit dem Cayenne GTS eher auf den Ring als auf den Berg gehen sollte. Gegenüber dem Basismodell wurde das SUV 20 mm tiefergelegt. Als Optionen stehen Luftfederung, Hinterachslenkung, aktive Wankstabilisierung und diverse Bremsenoptionen bis hin zur Keramikbremse in der Preisliste. Mit 21-Zoll-Leichtmetallrädern, schwarzen Anbauteilen und abgedunkelten LED-Scheinwerfern soll der Cayenne GTS Dynamik, Aggression und Überholprestige verbreiten. Innen will Porsche mit Alcantara an Dachhimmel, Sitzmittelbahnen, Armauflagen und Türen sowie Zierteilen aus gebürstetem Aluminium eine sportliche Eleganz vermitteln.

114.000 bzw. 118.500 Euro (Coupé) verlangt Porsche mindestens für den Cayenne GTS. Ein BMW X5 M50i mit 530-PS-V8 und ähnlichen Fahrleistungen beginnt bei 97.000 Euro. Ein GLE 53 4MATIC + mit Reihensechszylinder, 336 kW und etwas schlechteren Fahrleistungen steht schon für unter 90.000 Euro in der Preisliste. X5 M und GLE 63 AMG kosten mindestens 10.000 Euro mehr als der Cayenne GTS. Sie spielen mit mindestens 100 kW mehr aber auch in einer anderen Leistungsklasse.

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