Vue.js: Blick hinter die Kulissen des JavaScript-Frameworks

Eine Vue.js-Reise verrät, auf wessen Schultern die meiste Last großer Open-Source-Projekte ruht und wer hinter Benutzer- und Organisationsnamen steckt.

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, Albert Hulm

(Bild: Albert Hulm)

Von
  • Jan Mahn
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Banken nutzen sie, Versicherungen, Autohersteller, Start-ups und Weltkonzerne. Den großen Frontend-Frameworks wie Angular, Vue.js und React begegnet man überall dort, wo Websites mehr tun sollen, als nur statische Informationen darzustellen. Die Frameworks betreiben interaktive Bestell- und Konfigurationsseiten, Kunden- und Mitarbeiterportale, Admin-Oberflächen und Onlinebankingseiten. Veröffentlicht ist der Code der Frameworks unter Open-Source-Lizenz, einsetzen darf man sie auch kommerziell ohne Lizenzkosten.

Um zu verstehen, was so große Open-Source-Projekte zusammenhält, ist ein genauerer Blick angebracht. Sie graben sich mit uns anhand eines Beispielprojekts durch die Schichten aus Abhängigkeiten und stoßen zum Kern der Frage vor, wem Webentwickler die gut gepflegten, dokumentierten und nützlichen Werke wirklich zu verdanken haben – und wo die Probleme liegen, wenn Projekte auf zu wenigen Schultern lasten. Auf dem Weg werden Ihnen große und bekannte Akteure begegnen, unbekannte Einzelkämpfer und lose Grüppchen. Und Sie werden auf menschliche Schicksale und individuelle Karrierepfade stoßen, auf unternehmerische Probleme und die Auswirkungen der großen Weltpolitik auf harmlosen JavaScript-Code.

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Als Forschungsobjekt haben wir uns das drittgrößte unter den Frontend-Frameworks vorgenommen: Vue.js (github.com/vuejs/core). Das wird bei GitHub gehostet. Eingesetzt wird es unter anderem von dessen Mitbewerber GitLab. In der Liste der Unternehmen, die mit Vue.js arbeiten, finden sich außerdem Schwergewichte wie Facebook, Netflix, Nintendo und Adobe. Bevor Missverständnisse aufkommen: Das bedeutet nicht, dass diese Unternehmen direkt alle ihre Websites mit Vue.js gebaut haben – das Framework kann auch in internen Admin-Oberflächen oder kleinen Anwendungen stecken.