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Welche Displaytechnik kommt nach LCD und OLED?

LCDs dominieren auf Schreibtischen und im Wohnzimmer, nur OLEDs halten ein wenig dagegen. Jetzt treten mehrere neue Techniken an, darunter Mikro-LEDs.

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Wer heute einen Fernseher kauft, landet fast immer beim LCD: In nicht mal zwei Prozent aller weltweit verkauften TVs stecken OLED-Panels. Ihre Dominanz haben die Flüssigkristalldisplays den niedrigen Produktionskosten zu verdanken. So kostet ein 65-zölliges 4K-LCD-Panel aus chinesischer Produktion nur knapp 300 US-Dollar. Ein gleich großes OLED-Panel von LG Displays mit ebenfalls 4K-Auflösung kostet den TV-Hersteller fast 900 Dollar.

360 Dollar entfallen dabei auf das organische Material, rund 165 Dollar sind Abschreibungskosten des Panelherstellers für seine Produktionsstätten; die Personalkosten schlagen mit etwa 105 Dollar zu Buche, der Rest geht auf Vertrieb und andere indirekte Kosten. Vergleicht man dies mit der Aufteilung beim 300-Dollar-LCD-Panel – Material für 195 Dollar, etwa 20 Dollar Personalkosten, Abschreibungen von etwa 45 Dollar, 40 Dollar für Vertrieb und indirekte Kosten –, werden zwei Dinge klar: Die LCD-Fertigung ist hochautomatisiert und deshalb wenig personalintensiv. Außerdem musste der chinesische Hersteller seine Fabrik angesichts der geringen Abschreibungskosten nicht allein bezahlen; er wurde vom Staat subventioniert.

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Die hohen Materialkosten will das südkoreanische Unternehmen LG Displays, aktuell einziger Hersteller von großen OLEDs, durch das Tintendruckverfahren reduzieren. Bislang wird das organische Leuchtmaterial in mehreren Schichten im Vakuum auf die komplette Fläche des weiß leuchtenden OLEDs (WOLED) aufgedampft. Künftig sollen gezielt rote, grüne und blaue Leuchtpunkte aufgedruckt werden.

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