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Wie Fortnite, FIFA & Co. zum Geldausgeben verführen und süchtig machen

Spielehersteller erfinden Angebote, um Spieler zum Kaufen zu verleiten. Das belastet den Geldbeutel und führt Jugendliche mitunter in die Spielsucht.

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(Bild: Jan Bintakies)

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Rund zweieinhalb Stunden verbringt jeder dritte männliche Jugendliche in Deutschland täglich mit Computer- und Videospielen. Am Wochenende spielt jeder vierte sogar mehr als fünf Stunden pro Tag. Das hat die Anfang März 2019 veröffentlichte Studie "Geld für Games: Wenn Computerspiel zum Glücksfall wird" der Krankenkasse DAK herausgefunden. Ganz oben auf der Beliebtheitsliste der Jungen steht der Online-Shooter Fortnite mit 35 Prozent, gefolgt von der Fußball-Simulation FIFA mit 22 Prozent.

Bei den Mädchen ist der Anteil der Dauerzockerinnen nur halb so groß. Doch selbst sie verbringen im Durchschnitt beinahe zwei Stunden pro Tag mit Bildschirmspielen, am häufigsten mit dem virtuellen Puppenhaus "Die Sims" und dem Aufbauspiel Minecraft.

Der Leiter der Studie, Professor Dr. Rainer Thomasius vom Deutschen Zentrum für Suchtfragen am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, warnt: 15,4 Prozent der regelmäßigen Gamer zeigten ein riskantes oder pathologisches Spielverhalten. Ausgehend von der repräsentativen Stichprobe mit 1000 Telefoninterviews rechnet Thomasius das auf 465.000 betroffene Jugendliche in Deutschland hoch. Jungen seien mit einem Anteil von 79 Prozent an der Risikogruppe deutlich stärker gefährdet als Mädchen.

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