Wie Rechenzentren und Datennetze energetisch effizienter werden

Damit der stark wachsende Datenverkehr den Stromverbrauch nicht durch die Decke treibt, muss die Effizienz von Servern, Daten- und Mobilfunknetzen steigen.

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Thorsten Hübner

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Der weltweite Datenverkehr wird in den kommenden Jahren weiter enorm wachsen. Daher brauchen Rechenzentren mehr Server-Leistung und Speicherplatz, Datennetze höhere Kapazitäten. Das wiederum könnte den Energiebedarf der Informationstechnik hochtreiben. Doch die Betreiber von Rechenzentren und Datennetzen verbessern auch die energetische Effizienz ihrer Technik kontinuierlich. Die Frage lautet also, welcher Faktor überwiegt? Es gibt sowohl Studien, die einen moderaten Anstieg des IT-Energiebedarfs vorhersagen, als auch welche, die vor gigantischem Stromdurst warnen.

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Viele Prognosen stammen von Firmen, die Rechenzentren und Datennetze betreiben oder Technik dafür verkaufen. Sie müssen einschätzen, wie effizient kommende Produkte sein müssen, damit sich geplante Dienstleistungen wirtschaftlich rechnen können. Diese Angaben sind also nicht als präzise Kalkulationsbasis für den weltweiten Stromverbrauch der Informations- und Kommunikationstechnik in fünf oder zehn Jahren gedacht. Sie zeigen vielmehr auf, an welchen Stellschrauben man zuerst drehen muss, um die Effizienz zu steigern.

Cloud-Dienstleister wie Google und Facebook, die vor allem Werbung verkaufen, erzielen pro Nutzer nur relativ geringe Einnahmen. Damit müssen sie sowohl neue Technik als auch deren Stromverbrauch finanzieren. Telekommunikationsfirmen wiederum wären bei höheren Stromkosten gezwungen, ihre Preise zu erhöhen, was Kunden vergrault. Anders gesagt: Cloud-Dienstleister und Netzbetreiber haben enormes Interesse an möglichst effizienter Technik.

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