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Wie die Grenzen zwischen Militär und Überwachungsindustrie verschwimmen

Cyber-Security-Firmen verdienen gut mit Überwachungs-Software – wie der Fall Kashoggi zeigt. Bei ihrer Arbeit profitieren sie auch von militärischem Wissen.

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Big Brother boomt: Grenze zwischen Militär und Überwachungsindustrie verschwimmt

(Bild: A News/dpa)

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Ende 2018 erregte eine Enthüllung in Israel Aufsehen: Die in Herzliya ansässige NSO Group Technologies pflegte offenbar enge Geschäftsbeziehungen zum Feudalregime Saudi-Arabiens. Wie die Tageszeitung Haaretz aufdeckte, liefert die Firma mindestens seit Februar 2017 Technik an das saudische Königshaus für das Hacken von Mobiltelefonen.

Durch die Pegasus-3-Software von NSO lassen sich Handys kapern, Telefongespräche abhören sowie SMS und WhatsApp-Nachrichten lesen. Angreifer können über das infizierte Handy Gespräche im Raum mithören, die Kamera einschalten und per GPS die Bewegungen des Besitzers verfolgen, ohne dass dieser Verdacht schöpft.

Für diesen Komfort griffen die Auftraggeber tief in die Tasche: Laut Haaretz zahlte Saudi-Arabien für Pegasus 3 insgesamt 55 Millionen US-Dollar an die NSO Group.

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