Analyse: So steht es um den Mac-Spielemarkt

Die Gaming-Industrie boomt, doch das scheint nicht für Apple zu gelten. „Wenn du spielen willst, dann kauf dir keinen Mac!“ – wie aktuell ist das alte Klische?

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Von
  • Daniel Ziegener
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Fast die Hälfte aller Deutschen spielt Videospiele, mehr als ein Drittel sogar regelmäßig. Wiederum die Hälfte davon zockt nicht nur an Smartphone oder Konsole, sondern am Liebsten am Computer. Doch während Apple mit dem iPhone den Markt für Mobile Games dominiert, ist der Mac weit davon entfernt, eine wichtige Rolle einzunehmen. Statt exklusiver oder technisch anspruchsvoller Titel, sogenannten AAA-Games, weist das Mac-Spiele-Sortiment große Lücken auf.

Mit der gerade begonnenen Umstellung auf die ARM-Architektur könnte der Mac nun an einem Wendepunkt stehen. Der Architekturwechsel verspricht nicht nur einen erheblichen Leistungszuwachs auf CPU- und GPU-Seite, auch zehntausende Spiele aus dem iOS App Store sind plötzlich für den Mac verfügbar. Dazu gibt es mit Apple Arcade ein aggressiv bepreistes Abo, das neben Apple TV, iPad und iPhone auch macOS regelmäßig mit neuen Spielen versorgt. Aber reicht das aus, um den Rückstand des Mac aufzuholen?

kurz & knapp
  • Mac-Versionen machen nur einen kleinen Anteil an verkauften Spielen aus, lohnen sich aber für manche Entwickler.
  • Apples Engagement für den Mac als Spiele-Plattform wirkt nur halbherzig.
  • Die neuen ARM-Chips bringen mehr Leistung und iOS-Apps auf den Mac, schaffen aber andere Probleme.
  • Die Pflege älterer Mac-Spiele ist schwierig. Viele Studios scheuen den Aufwand.

Auch wenn gerade erst neue Konsolen von Microsoft und Sony erschienen sind, geht es den klassischen Computerspielen gut. Etwa 40 Milliarden Dollar Umsatz haben die Entwickler und Vermarkter Schätzungen zufolge im vergangenen Jahr mit ihnen gemacht. Bei einem Marktanteil von um die zehn Prozent an den Plattformen könnte der Mac einen kleinen, aber lukrativen Teil davon ausmachen. Und immerhin wurden 2019 weltweit mehr Macs verkauft als von jeder Spielekonsole.

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